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WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Meilensteine für den Flussschutz: Der WWF konnte gemeinsam mit slowenischen Partnern gleich drei Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abschließen. Diese wurden im Rahmen des Projekts LIFE RESTORE for MDD durchgeführt. Eine der Maßnahmen fand direkt an einem Murabschnitt an der Grenze zu Österreich statt. Ihre positive Wirkung reicht nun bis in die Steiermark: Durch Flussaufweitungen hat die Mur mehr Platz für ihre natürliche Dynamik zurückbekommen. Umliegende Auwälder werden besser mit Wasser versorgt und wertvolle Lebensräume kehren zurück.
Im Zuge der Renaturierungsmaßnahmen wurde entlang der Grenzmur rund ein Kilometer an verbautem Ufer entfernt und weiter ins Hinterland verlegt. Dadurch lösen sich Kies und Sand, der flussabwärts transportiert werden kann und für neue Lebensräume sogt, an denen sich Tiere und Pflanzen ansiedeln können. Der rund 200 Meter lange Seitenarm „Benica“ wurde geöffnet, vertieft und so wieder mit der Mur verbunden. Am Altarm „Gradišče” wurden zusätzlich rund 6.700 Kubikmeter Sediment entfernt, um die Wasserführung dauerhaft zu sichern und einen wichtigen Lebensraum für Amphibien und Fische wiederherzustellen.
Als bisher umfangreichstes Renaturierungsvorhaben der Region setzt das Projekt damit neue Maßstäbe für den Schutz einzigartiger Naturräume in Europa. Insgesamt profitiert von den drei Maßnahmen eine Fläche von rund 100 Hektar artenreichem Auwald – ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl an Vögeln, darunter Eisvögel und Uferschwalben, sowie Amphibien, Insekten und Fische, wie die stark gefährdete Äsche. Die Maßnahmen an der Grenzmur zeigen, wie Renaturierung gelingt. Ähnliche Maßnahmen braucht es jetzt auch verstärkt in Österreich, damit diesen Erfolgen rasch weitere Schritte folgen.
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