Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
WWF fordert Energiespar-Programm von der Politik
Anlässlich des heutigen Energiepreis-Gipfels der Bundesregierung fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich den raschen Beschluss eines klimagerechten Energiespar-Programms. „Sowohl die Politik als auch die Energieversorger müssen sehr viel mehr tun, um die Verschwendung von wertvoller Energie zu stoppen. Der heimische Energieverbrauch ist viel zu hoch und muss massiv reduziert werden, um die EU-Klimaziele zu erreichen und die Preislage für die Menschen sozial abgefedert zu entschärfen“, sagt WWF-Energiesprecher Karl Schellmann. Besonders kritisch sei das Fehlen eines wirksamen Energieeffizienzgesetzes, obwohl dieses EU-rechtlich gefordert wird.
„Erneuerbare Energien müssen entlang von Naturschutz-Kriterien ausgebaut werden, aber noch viel wichtiger ist die Reduktion des fossilen Verbrauchs. Zugleich müssen sozial benachteiligte Menschen besonders unterstützt und gefördert werden“, sagt Karl Schellmann vom WWF. Ebenfalls zentral sei die stärkere Unterstützung der energieintensiven Industrie bei der notwendigen Transformation. Wesentlich ist für Schellmann dabei die Transformation der Stahlindustrie. Sie sorgt für rund 15 Prozent der gesamten österreichischen Emissionen und mehr als ein Drittel des Sektors Industrie und Energiewirtschaft. „Ohne einen Klimaschutzpfad der Stahlindustrie gibt es keinen erfolgreichen Klimaschutz in Österreich“, so Schellmann.
News
Aktuelle Beiträge
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich










