Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
WWF Österreich: Klimagipfel bringt Minimalkompromisse mit vielen Lücken
Wien/Katowice – Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich begrüßt die bei der Weltklimakonferenz erzielten Fortschritte, bewertet aber das Gesamtergebnis von Katowice sehr kritisch. "Viele Regierungen haben noch immer nicht verstanden, dass die Klimakrise nicht mit Minimalkompromissen und nationalen Sonderwünschen gestoppt werden kann", sagt WWF-Klimaexpertin Lisa Plattner. "Gut, dass es jetzt ein Regelbuch für das Pariser Abkommen gibt, aber das Gipfel-Ergebnis hat viele Lücken und enthält keine verbindlichen nationalen Handlungsaufträge. Die Politik hat wichtige Fragen verschoben und bleibt in vielen Fragen ambitionslos", kritisiert Plattner. „Jetzt liegt es mehr denn je an den einzelnen Ländern, ihre Ziele und Anstrengungen bis 2020 zu erhöhen. Fossile Blockierer sollten endlich einsehen, dass unsere Zukunft auf dem Spiel steht, wenn die Erderhitzung nicht eingedämmt werden kann.“
Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die das COP24-Ergebnis als EU-Ratsvorsitzende mitverhandelte, hat sich vor Ort einer Gruppe ambitionierterer Länder angeschlossen. Dieser Schwung muss jetzt für überfällige Maßnahmen in Österreich genützt werden. „Weg von milliardenschweren Subventionen für fossile Energieträger, hin zu einer Klimapolitik, die unseren Kindern und Enkeln eine sichere Lebensgrundlage garantiert. Dafür braucht es ein auf Klimaschutz ausgerichtetes Steuer- und Abgabensystem, eine rasche Mobilitätswende sowie eine Energiespar-Offensive. Retro-Aktionen wie Tempo 140 müssen sofort gestoppt werden“, fordert Plattner mit Blick auf jene Schritte, die auch von der Klimawissenschaft gefordert werden.
Trendwende vom Fossil zum Vorreiterland
Angesichts der Klimakonferenz muss auch der Entwurf des nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) an allen Ecken und Enden überarbeitet werden. Dieser ist nicht kompatibel mit dem Pariser Abkommen und scheitert selbst an den EU-Mindestvorgaben. Auch beim Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz fordert der WWF eine Nachschärfung mit klaren Kriterien für einen kombinierten Klima- und Naturverträglichkeits-Check: „Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. In einer Zeit des globalen Artensterbens und immer knapperen natürlichen Ressourcen darf das künftige Energiesystem nicht auf einem Raubbau an der Natur aufbauen“, bekräftigt Lisa Plattner die Position der Natur- und Umweltschutzorganisation.
Rückfragehinweis:
Vincent Sufiyan
WWF Pressesprecher
Mobil: 0676 834 88 308
vincent.sufiyan@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flüssereport: Drei Viertel der ökologisch wertvollen Flussstrecken ungeschützt
77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
UNO-Artenschutzkonferenz: WWF bewertet Ergebnis als „verpasste Chance“
Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
CITES-Meeting: WWF warnt vor Tigerfarmen als Deckmantel für illegalen Wildtierhandel
Große Datenlücken erschweren Kontrolle des Handels mit Tigern – WWF fordert strengere Aufsicht und ein Ende der Zucht für den Handel mit Körperteilen – Artenschutzgremium CITES tagt in Genf
WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
WWF: 20 Spitzmaulnashörner zum Schutz vor Wilderern evakuiert
Nashorn-Wilderei in Südafrika bedroht Arterhalt – Umsiedlung von Tieren nach Botswana zum Aufbau neuer Populationen – WWF vor Ort im Einsatz gegen illegale Jagd und Handel mit Nashorn-Horn
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen












