Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
WWF-Ranger zerstören 8.000 tödliche Schlingfallen in Vietnam
Hue/Vietnam, 11. August 2011 – 8.000 tödliche Schlingfallen, die von illegalen Fallenstellern aufgestellt wurden, konnten WWF-Rangerpatrouillen in nur sechs Monaten in der vietnamesischen Provinz Hue sicherstellen. Alle Fallen wurden anlässlich eines Ausbildungstrainings für WWF-Ranger Ende Juli öffentlich verbrannt. Die 20 WWF-Ranger, die im Naturreservat von Hue Tage in den Wäldern im Einsatz waren, zerstörten außerdem 90 illegale Jagd- und Holzfäller-Camps und konfiszierten illegal gefälltes Holz. „Besonders erfreulich ist, dass unsere Ranger viele Tiere noch lebend befreien konnten, darunter Rotschenkel-Kleideraffen, Seraus (eine Waldziegenart), Großkopfschildkröten, Sonnendachse und Wildschweine“, freut sich Marc Groß, WWF-Experte aus Österreich, der seit fünf Jahren in den Mekongländern im Einsatz ist. Alle Fallen wurden in einem Gebiet gefunden, das nur 12.000 Hektar groß ist, also etwa einem Viertel der Fläche Wiens entspricht.

Der WWF führt 2011 bis 2014 in den Annamiten-Bergen zwischen Vietnam und Laos ein vierjähriges Projekt durch, das die Entwaldung stoppen, die Wilderei einschränken und die Biodiversität schützen soll. „Neben 20 WWF-Rangern, die seit Februar im Schutzgebiet der vietnamesischen Provinz Hue im Einsatz sind, sollen ab September noch einmal 20 WWF-Ranger im Saola-Schutzgebiet von Quang Nam hinzukommen“, kündigt WWF-Experte Groß an. Der Saola, ein antilopenartiges Waldrind ist eines der seltensten Säugetiere der Welt, das erst 1992 entdeckt wurde. Immer wieder gehen den Wilderern Saolas in die illegal errichteten Schlingfallen aus Drähten, wo sie dann qualvoll verenden. Der WWF schätzt den Gesamtbestand der Tiere auf nicht mehr als Hundert Exemplare insgesamt.

Die WWF-Ranger arbeiten intensiv mit den lokalen Behörden, der Polizei und Wissenschaftlern zusammen um die Tierwelt in Vietnam und Laos zu schützen. Das fünfjährige Projekt wird von der deutschen Bundesregierung, der deutschen Entwicklungsbank KfW und österreichischen und der deutschen Sektion des WWF finanziert.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













