Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
WWF: Seltene Aufnahmen geben Hoffnung für die letzten Tiger in Malaysia
Acht Kameras und fünf Monate geduldige Arbeit stecken hinter den neuen, hochauflösenden Aufnahmen der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) und des bekannten Wildtier-Fotografen Emmanuel Rondeau – zu sehen ist einer der letzten verbleibenden Tiger Malaysias. Nur mehr geschätzte 150 Exemplare der seltenen Großkatzen leben hier, die Bilder geben dennoch Hoffnung: “Tiger sind stark durch Wilderei und den Verlust ihres Lebensraumes bedroht. Sie brauchen sehr große Reviere und genügend Beutetiere. Sie in der Wildnis zu sehen, ist daher ein äußerst seltenes und einmaliges Erlebnis, das uns in unserer Arbeit sehr bestärkt”, sagt Georg Scattolin, Leiter des internationalen Programms beim WWF Österreich. Nicht nur für die Tiger, sondern für das gesamte Ökosystem sind die Bilder bedeutend. Denn: Wo der Tiger lebt, ist auch sein Lebensraum intakt – das zeigen auch die Fotos der anderen Arten, die die Wildtierkamera aufgenommen hat: schwarze Panther, Tapire, Elefanten, Leoparden und viele mehr leben noch am Aufnahme-Ort, dem Naturschutzgebiet Royal Belum State Park in Malaysia. “Die Bilder geben eindeutig Hoffnung, denn sie zeigen deutlich, was Naturschutzarbeit leisten kann und wie wichtig es ist, diese Vielfalt zu erhalten“, sagt Scattolin.
Nachdem die Zahl der wild lebenden Tiger im Jahr 2010 weltweit auf einem tragischen Tiefstand von 3.200 lagen, hat sich die Zahl laut Schätzungen des Global Tiger Forum (GTF) mittlerweile auf 5.574 (Stand Juli 2023) eingependelt. “In Bhutan, China, Indien, Nepal und Russland hat die Zahl der Tiger zwar leicht zugenommen. Doch der Großteil der Gebiete Südostasiens zeigt weiterhin einen dramatischen Abwärtstrend – besonders durch die Bestätigung des Aussterbens von Tigern in Kambodscha, Laos und Vietnam”, beklagt Scattolin. Grund für die Bedrohung sind nicht nur Wilderer, die den seltenen Großkatzen mit Gewehren nachstellen. Vor allem Drahtschlingenfallen werden Tigern, Leoparden und anderen Großkatzen immer öfter zum tödlichen Verhängnis. Um das weit verbreitete Schlingfallen-Problem in den Griff zu bekommen, ist es entscheidend, mit der lokalen Bevölkerung vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. “Wenn wir Verständnis für den großen Mehrwert eines artenreichen und funktionierenden Ökosystems schaffen, ist ein harmonisches Leben zwischen Mensch und Natur möglich – dann hat auch der Tiger eine Chance auf langfristigen Schutz”, sagt Georg Scattolin vom WWF Österreich. Dabei sollen in Zukunft auch die hochauflösenden, neuen Fotos aus dem Royal Belum State Park in Malaysia helfen.
Neue Bilder des Fotoprojekts in Malaysia hier.
Bilder von Tigern zum Download hier.
Weitere Infos hier.
News
Aktuelle Beiträge
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen










