Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
WWF trauert um Toni Vorauer
Innsbruck, 28. November 2025. Der WWF trauert um seinen langjährigen Mitarbeiter, Schutzgebietsbetreuer und Fledermaus-Experten Toni Vorauer, der diese Woche überraschend im 57. Lebensjahr in Innsbruck verstorben ist. „Toni Vorauer war ein leidenschaftlicher Natur- und Artenschützer. Er hat sich zeit seines Lebens für eine intakte Natur, lebendige Flüsse und gefährdete Tiere und Pflanzen eingesetzt. Vor allem war er ein herzensguter, liebenswürdiger Kollege, der uns allen sehr fehlen wird“, sagt WWF-Österreich-Geschäftsführerin Andrea Johanides stellvertretend für alle WWF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in Innsbruck und Wien. „In diesen schweren Stunden gilt unsere tiefe Anteilnahme und unser Mitgefühl seiner Familie und seinen Freunden. Wir trauern mit ihnen“, sagt Johanides. Toni Vorauer hinterlässt zwei Kinder.
Bis zuletzt arbeitete Toni Vorauer als Betreuer für zahlreiche Schutzgebiete in den Tiroler Inn-Auen und setzte sich als Beauftragter des Landes für den Schutz der Fledermäuse ein. Als Mitgründer des Tiroler WWF-Büros im Jahr 1989 engagierte sich der Biologe in allen zentralen Naturschutz-Fragen der vergangenen Jahrzehnte, darunter zum Beispiel die WWF-Kampagnen zum Schutz von Lech und Inn, der Einsatz für die Bartgeier in Tirol oder die Bewahrung der Alpen vor überbordender Verbauung. Ein besonderes Anliegen war Toni Vorauer die Sicherung der Flora und Fauna an den Tiroler Gewässern, indem er zum Beispiel hierzulande ausgestorbene Pflanzenarten wie den Zwergrohrkolben wieder an den Inn zurückgebracht hat.
Als begeisterter Fotograf war Toni Vorauer für den WWF auch in der Ukraine, in Osteuropa, in Afrika und in der Amazonas-Region unterwegs. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied im Naturpark Tiroler Lech und hat den WWF viele Jahre im Naturschutzbeirat der Landesregierung repräsentiert. Privat hat sich Toni Vorauer unter anderem im Obst- und Gartenbauverein Ranggen engagiert.
Bild hier zum Download.
News
Aktuelle Beiträge
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen
llegaler Tigerhandel: Neuer Report zeigt Schwächen in Südostasiens Justizsystemen
WWF, GuArdean und TRAFFIC analysieren Strafverfolgung in sieben Tiger-Verbreitungsstaaten – Drahtzieher und Geldgeber werden bisher zu selten belangt – WWF fordert verstärkte Kontrollen und internationale Zusammenarbeit
Italienischer Top-Experte kritisiert Tiroler Wolfsabschuss: WWF fordert lückenlose Aufklärung
Zoologe Marco Apollonio bezeichnet Abschuss von Forschungswolf Mirco als „dumm und unnötig“ – WWF verlangt vollständige und transparente Aufklärung durch die Tiroler Landesregierung.
WWF-Erfolg: Mehr Wasser für den Mühlbach
Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.
Forschungswolf getötet – WWF kritisiert überzogene Abschusspolitik in Tirol
Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern










