Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Rund um Ostern erreicht die Paarungszeit der Hasen ihren Höhepunkt. In dieser besonders aktiven Phase wird der Straßenverkehr zur tödlichen Gefahr für die Tiere: Jährlich werden in Österreich rund 17.000 Hasen von Fahrzeugen getötet – mit einer hohen Dunkelziffer. Besonders betroffen sind Niederösterreich mit 8.341 getöteten Hasen, Oberösterreich mit 3.048 sowie das Burgenland mit 2.636, weisen WWF und VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. Bereits rund 130.000 Straßenkilometer zerschneiden den Lebensraum von Wildtieren. Zusätzlich zu den Hasen verlieren dort jährlich fast 50.000 weitere Wildtiere wie Rehe, Fasane und Füchse ihr Leben.
„Jede neue Straße reißt die Landschaft weiter auseinander: Lebensräume zerbrechen, Arten verschwinden – und der Verkehr wächst unaufhaltsam. Die Wissenschaft schlägt seit Jahren Alarm, doch die Politik schaut weiter weg“, sagt Simon Pories.
„Die Natur darf nicht noch mehr unter die Räder kommen. Es gibt heute wirksamere und günstigere Maßnahmen zur Reduktion von Staus und für die Bewältigung der Mobilität als den Straßenausbau. Wenn wir den öffentlichen Verkehr, den Radverkehr und Fahrgemeinschaften forcieren, verringert das den Straßenverkehr – zur Freude nicht nur der Tiere, sondern auch der Anrainerinnen und Anrainer“, betont Klara Maria Schenk.
Angesichts dieser Zahlen fordern WWF und VCÖ eine deutliche Reduktion des hohen Bodenverbrauchs, der derzeit bei rund 6,5 Hektar pro Tag liegt. Notwendig seien ein grundlegendes Umdenken in der Verkehrs- und Raumplanung sowie eine klare Priorisierung umweltfreundlicher Mobilitätsformen. Der Bau neuer Straßen und Parkplätze müsse reduziert, der öffentliche Verkehr sowie Rad- und Fußverkehr gezielt ausgebaut werden. Zusätzlich brauche es mehr Wildtierkorridore und sichere Querungshilfen, um Lebensräume besser zu vernetzen und die Zahl der Kollisionen zu senken.
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