WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen

26. August 2026 | Klima, Österreich, Politische Arbeit, Presse-Aussendung

Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung
WWF Klimaexpertin Viktoria Auer

Wien, am 26. August 2026 – Angesichts der geplanten Aufhebung des Verbots für die unterirdische CO₂-Speicherung fordert die Umweltschutzorganisation WWF klare gesetzliche Grenzen für Carbon Capture and Storage (CCS). Die Technologie dürfe ausschließlich für tatsächlich nicht vermeidbare Restemissionen eingesetzt werden. „CCS darf nicht zum Freibrief für ein Weiter-wie-bisher mit fossilen Energien werden. CO zu vermeiden muss immer Vorrang davor haben, bereits entstandene Emissionen mit hohem Aufwand wieder einzufangen und zu speichern“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. Die Bundesregierung müsse daher ausschließen, dass CCS für vermeidbare Emissionen oder zur Verlängerung fossiler Geschäftsmodelle eingesetzt wird.

Aus Sicht des WWF kommt CCS nur am Ende einer konsequenten Dekarbonisierung infrage – etwa für unvermeidbare Prozessemissionen in einzelnen Industriebereichen. „Bevor über große CO-Pipelines und Speicher gesprochen wird, muss die Industrie ihre technisch möglichen Einspar- und Umstellungspotenziale vollständig ausschöpfen. Wirksamer Klimaschutz darf nicht von einer Technologie abhängig gemacht werden, deren Kapazitäten begrenzt und deren Einsatz energie- und kostenintensiv ist“, sagt Auer. Der WWF fordert daher verbindliche Kriterien dafür, welche Emissionen überhaupt gespeichert werden dürfen. Die Kriterien sollen auf Basis der Ergebnisse des Wissenschaftsbeirats festgelegt werden.

Zudem fordert der WWF strenge Sicherheits-, Haftungs- und Finanzierungsregeln nach dem Verursacherprinzip. Unternehmen, die CO₂ abscheiden und speichern wollen, müssten angemessen für Infrastruktur, Betrieb und langfristige Folgekosten aufkommen. Zugleich dürften öffentliche Mittel für CCS nicht Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und den Schutz natürlicher CO₂-Senken verdrängen.

Rückfragen

Lara Hocek
Pressesprecherin, WWF Österreich

News

Aktuelle Beiträge

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Rechtgrundlage dafür ist unser berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ) zur Nutzung bestimmter Cookies. Diese kannst du über den entsprechenden Link im Footer der Website jederzeit überprüfen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung, Speicherdauer und Übertragung ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit den von uns verwendeten Cookies finden sie in unserer Datenschutzerklärung im Bereich 8.Verarbeitungsvorgänge.

HINWEIS:
Bei Cookies von Drittanbietern die in den USA niedergelassen sind, werden diese ebenfalls nur nach Ihrer Einwilligung gesetzt da den USA vom Europäischen Gerichtshof kein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. So besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten dem Zugriff durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken unterliegen und dagegen keine wirksamen Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.