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WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Wien, 11. September 2026. Der WWF begrüßt die heute angekündigte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das geplante CloudHQ-Rechenzentrum in Leopoldsdorf und fordert klare bundesweite Umweltregeln für derartige Großprojekte. „Großrechenzentren dürfen im UVP-Recht kein blinder Fleck bleiben. Der Bund muss einheitliche Kriterien für ihren Strom-, Flächen- und Ressourcenbedarf schaffen. Das bringt Rechtssicherheit und verhindert einen Fleckerlteppich aus unterschiedlichen Landesregeln“, sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
Im angekündigten UVP-Verfahren in Niederösterreich seien jetzt insbesondere der erwartete Strom- und Ressourcenbedarf, die Bodenversiegelung, die Auswirkungen auf Natur und Wasserhaushalt sowie Emissionen und Lärm transparent zu prüfen. Auch das vom US-Konzern angekündigte Abwärmenutzungskonzept müsse verbindliche Angaben zu nutzbaren Wärmemengen, Abnehmern und Zeitplan enthalten.
Das im Bezirk Bruck an der Leitha geplante Projekt mit einer Gesamtfläche von 6,7 Hektar umfasst drei Rechenzentrumseinheiten und fällt laut Landesangaben noch nicht unter die verschärften Raumordnungsregeln. Gerade bei Großprojekten, die noch nach alten Raumordnungsvorgaben behandelt werden, fordert der WWF höchste Prüfstandards und volle Transparenz. Unterschiedliche Regelungen der Bundesländer könnten einen bundesweit einheitlichen Umweltcheck jedoch nicht ersetzen.
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