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EU-Klimaresilienz: 34 Organisationen fordern Vorrang für naturbasierte Lösungen
Brüssel/Wien, 14. September 2026. Ein breites Bündnis aus 34 Organisationen fordert die EU-Kommission auf, naturbasierte Lösungen zur „ersten Verteidigungslinie“ gegen zunehmende Klimarisiken zu machen. In einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verlangt die Allianz, diese verbindlich im geplanten EU-Klimaresilienzrahmen zu verankern. Zudem fordert sie nationale Ziele für zusätzlichen natürlichen Wasserrückhalt und entsprechende Finanzierungsmechanismen. „Intakte Auen, Moore, Böden und Wälder helfen uns beim Schutz vor Hochwasser, Dürre und extremer Hitze. Die EU muss diese natürlichen Schutzsysteme gezielt wiederherstellen und Klimaschäden vorbeugen, anstatt sie nur immer teurer zu reparieren“, sagt Janina Hubmann von der Naturschutzorganisation WWF Österreich.
Zu den Unterzeichnern zählen neben dem WWF das europäische Städtenetzwerk Eurocities, der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (CEMR) sowie der Österreichische Fischereiverband. Auch öffentliche Wasserversorger, Gesundheitsorganisationen sowie Unternehmen aus der Versicherungs- und Finanzbranche tragen den Appell mit. Die geforderten nationalen Ziele sollen den natürlichen Wasserrückhalt in den Landschaften erhöhen und regionale Bedürfnisse und Möglichkeiten berücksichtigen. Öffentliche und private Investitionen sollen dafür mobilisiert und gezielt auf naturbasierte Lösungen ausgerichtet werden.
Der Appell wird durch die Ergebnisse des Stellungnahme-Verfahrens der EU-Kommission zum Klimaresilienzrahmen gestützt: Naturbasierte Lösungen zählten zu den am häufigsten genannten Prioritäten und wurden in mindestens 60 Prozent der eingegangenen Stellungnahmen erwähnt. Auch die europäische Wasserresilienzstrategie hebt die Wiederherstellung und den Schutz des Wasserkreislaufs sowie den Ausbau natürlicher Wasserrückhaltemaßnahmen hervor.
Hintergrund des Appells ist die Zunahme miteinander verbundener Klimarisiken. Durch den Verlust von Auen, Feuchtgebieten, Mooren, gesunden Böden und Wäldern können Landschaften Niederschläge schlechter aufnehmen und speichern. Dadurch fließt Wasser bei Starkregen schneller ab und fehlt in Trockenperioden früher – mit Folgen für Gemeinden, Landwirtschaft, Gesundheitssysteme, Energieversorgung und Unternehmen.
Der Offene Brief mit allen Unterzeichnenden ist HIER abrufbar.
Pressebilder von Janina Hubmann und ausgewählten natürlichen Schutzmaßnahmen HIER.
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