Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek

Wien, am 9. September 2026 – Die Klimaneutralität bis 2040 ist eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt daher die im Ministerrat bekräftigte rechtliche Verankerung des Ziels und weist die pauschale Kritik von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung zurück. „Wer heute immer noch Klimaschutz gegen Wettbewerbsfähigkeit ausspielt, gefährdet die Zukunftsfähigkeit des Standorts Österreich. Die wahre Hypothek sind die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieimporten, steigende Klimaschäden und eine verschleppte Transformation der Wirtschaft“, sagt WWF-Experte Reinhard Uhrig.
Ein verlässliches Klimaziel schafft Planungssicherheit für Unternehmen, mobilisiert Investitionen und stärkt Innovation, regionale Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Zugleich machen erneuerbare Energien und eine höhere Energieeffizienz Österreich unabhängiger von internationalen Preisschocks. „Je früher die Transformation gelingt, desto größer sind die wirtschaftlichen Vorteile. Die Bundesregierung muss das Ziel jetzt mit verbindlichen Emissionspfaden, dem Abbau fossiler Subventionen und einem wirksamen, sozial gerechten Maßnahmenpaket absichern. Zugleich muss der natürliche Klimaschutz verstärkt werden, was ebenfalls Vorteile für den Standort und die Lebensqualität bringt“, sagt Reinhard Uhrig vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Verfehlen der 2030-Ziele
Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen









