Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF zur Inflation: Fossile Energien sind zentraler Preistreiber
Die Umweltschutzorganisation WWF sieht in den aktuellen Inflationszahlen einen weiteren Beleg für die enormen Kosten der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Dass steigende Treibstoff- und Heizölpreise laut Statistik Austria rund ein Drittel der Inflation im April verursacht haben, zeige die Anfälligkeit Österreichs gegenüber internationalen Krisen und volatilen Energiemärkten. „Fossile Energien sind ein Preistreiber mit eingebautem Krisenrisiko. Wer bei Öl und Gas abhängig bleibt, macht Haushalte und Unternehmen anfällig für geopolitische Konflikte und starke Preisschwankungen“, sagt WWF-Energiesprecher Reinhard Uhrig. Die Zahlen der Statistik Austria würden zudem zeigen, dass Maßnahmen wie die Spritpreisbremse auf die Teuerung kaum Einfluss haben und de facto verpuffen.
Der WWF fordert daher von der Bundesregierung mehr Investitionen in Energieeffizienz, den schrittweisen Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie einen naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien. Dadurch könne Österreich weniger anfällig für fossile Preisschocks werden sowie Haushalte und Unternehmen besser vor künftigen Krisen schützen. „Die Politik muss endlich die Wurzeln der Probleme angehen, anstatt nur die Symptome zu bekämpfen“, sagt WWF-Experte Uhrig.
„Jede eingesparte Kilowattstunde und jede ersetzte Öl- oder Gasheizung macht Österreich unabhängiger von fossilen Energieimporten und volatilen Weltmarktpreisen. Damit stärken wir nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Versorgungssicherheit und die langfristige Leistbarkeit von Energie“, sagt Reinhard Uhrig vom WWF.
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