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Klimakrise als Brandbeschleuniger: WWF fordert mehr Tempo bei Waldumbau
Wien, am 4. August 2026 – Angesichts der enormen Trockenheit in den heimischen Wäldern warnt die Umweltschutzorganisation WWF vor einem massiven Anstieg der Waldbrandgefahr in Österreich. Seit Jahresbeginn wurden hierzulande bereits 302 Waldbrände registriert – über 100 mehr als im gesamten Jahr 2025. „Die Klimakrise wirkt in unseren Wäldern wie ein Brandbeschleuniger. Um die Waldbrandgefahr langfristig zu senken, muss der Waldumbau deutlich schneller vorankommen und die natürliche Schwammfunktion der Wälder wiederhergestellt werden – denn naturnahe Wälder sind ausgezeichnete Wasserspeicher und damit die beste Vorsorge gegen Waldbrände”, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer.
Der WWF fordert daher eine „Schwammwald-Offensive“, um die natürliche Wasserspeicherkapazität und die Widerstandskraft der heimischen Wälder zu stärken. Ein zentraler Punkt davon ist der Umbau von besonders brandgefährdeten Monokulturen zu arten- und strukturreichen Mischwäldern. Diese können die Niederschläge besser speichern und die Grundwasserneubildung fördern. „Gerade die in Österreich weit verbreiteten Fichten-Forste sind anfällig für Brände. Sie bestehen aus nur einer flachwurzelnden Baumart und weisen keine Strukturen wie Totholz oder Feuchtflächen auf. Deshalb können solche Monokulturen nur wenig Wasser zurückhalten und trocknen durch die Klimakrise immer weiter aus“, warnt WWF-Expertin Karin Enzenhofer. Das schwächt ihre Abwehrmechanismen – wie etwa die Harzproduktion – und macht sie anfälliger für Krankheiten oder Insekten wie den Borkenkäfer. Die Folge: abgestorbene Bäume und trockenes Holz erhöhen die Waldbrandgefahr zusätzlich.
Außerdem ist eine bodenschonende Waldbewirtschaftung, der Rückbau von Entwässerungsgräben sowie das Wiederherstellen kleiner Feuchtflächen notwendig, um die Wälder resistenter zu machen. Auch der bessere Schutz und die Renaturierung von Moor- und Torfgebieten hilft dem Wald – denn sie speichern große Mengen Wasser in der Umgebung. „Naturnahe Wälder und intakte Feuchtgebiete ergänzen sich gegenseitig. So entstehen regelrechte Schwamm-Landschaften, die sowohl Trockenperioden als auch Starkregen und steigende Temperaturen besser aushalten”, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer.
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