Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Welttag der Wale: WWF weltweit im Einsatz zum Schutz der Meeressäuger
Am internationalen Tag der Wale kommenden Sonntag macht die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) auf die faszinierenden Riesen der Ozeane aufmerksam – und auf die zahlreichen Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind: “Fischerei, Schifffahrt, Lärm-, Plastik- und Schadstoffbelastung machen die Routen der Wale zu tödlichen Hindernisparcours. Hinzu kommen Belastungen durch die Klimakrise”, sagt Axel Hein, Meeres-Experte beim WWF Österreich. Darunter leiden alle Walarten in allen Regionen der Welt – insbesondere Großwale, die weite Strecken durch die Ozeane ziehen. Sechs der dreizehn großen Walarten gelten heute als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. “Damit sich Populationen erholen können, müssen weltweit Schutzgebiete ausgeweitet, besser verknüpft und menschliche Gefahren reduziert werden”, fordert Hein.
Zum Schutz der Wale setzt sich der WWF für die Ausweitung von Meeresschutzgebieten in verschiedenen Regionen der Welt ein: Am Hellenischen Graben im Mittelmeer zum Beispiel, wo sich Pottwale zur Fortpflanzung und zur Aufzucht ihrer Jungen aufhalten, arbeitet der WWF vehement an der Anpassung von Schiffsrouten – denn schon kleine Kursänderungen können tödliche Kollisionen verhindern. “Bis 2025 sollen sich mindestens 50 Prozent der Schifffahrtsunternehmen und Gewerkschaften dazu verpflichten, Maßnahmen für weniger Kollisionen im Hellenischen Graben zu ergreifen”, fordert Hein vom WWF. Neben Pottwalen werden die stark gefährdeten Finnwale im Mittelmeer-Schutzgebiet Pelagos durch die intensive Arbeit des WWF vor schädlichen Einflüssen bewahrt.
Auch an der Beobachtung von Großwalen in der Arktis ist der WWF beteiligt, um ihre Wanderrouten zu erforschen und sogenannte “Blaue Korridore” auszumachen. “Die Beringstraße verbindet die Arktis mit dem Pazifischen Ozean. Diese Region ist ein enorm wichtiger Korridor und ein wichtiges Nahrungsgebiet für mehr als eine Million an Meeressäugern, darunter Buckel-, Finn-, Grönland-, Beluga-, Grau- und Zwergwale, aber auch Eisrobben und Walrossen. Doch die Region verändert sich aufgrund der Klimakrise schneller als jede andere auf der Welt”, sagt Hein. Als Folge der Klimakrise schmilzt das Meereis früher und bildet sich später, was zu immer längeren offenen Wasserflächen führt. Infolgedessen werden neue globale Schifffahrtsrouten zugänglich. “Jede Route, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, führt durch die Beringstraße. Die Ausweitung des Seeverkehrs in diesem Teil der Welt bringt aber neue Risiken mit sich, darunter Ölverschmutzungen, Schiffsunfälle, Unterwasserlärm und andere Formen der Störung und Verschmutzung durch den Menschen”, warnt Hein. Um diese Risiken zu reduzieren, arbeiten der WWF und der Marine Exchange of Alaska (MXAK) gemeinsam mit Expert:innen an der Entwicklung einer Reihe von Frühwarnsystemen für Schiffe, um auf wichtige Lebensräume oder Walbeobachtungen aufmerksam zu machen. Zusätzlich informiert der WWF über freiwillige Maßnahmen, um das Kollisionsrisiko mit Walen zu verringern, wie zum Beispiel die Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auf 10 Knoten.
Bilder zum Download hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









