14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
Bei der von der Bundesregierung angekündigten Mehrwertsteuer-Senkung auf „Grundnahrungsmittel“ fordert der WWF einen klaren Fokus auf gesunde pflanzliche Lebensmittel, anstatt weitere klimaschädliche Subventionen zu schaffen. „Die Bundesregierung sollte vor allem die Steuern auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte halbieren. Das wäre sowohl gesundheits- als auch klimapolitisch sinnvoll“, sagt WWF-Ernährungsexpertin Julia Haslinger. „Völlig verfehlt“ wäre hingegen eine etwaige weitere Subventionierung des Fleischabsatzes.
Laut den österreichischen Ernährungsempfehlungen sollte der Konsum tierischer Produkte deutlich reduziert werden. Denn derzeit liegt zum Beispiel der Fleischkonsum mit 58 Kilo pro Kopf schon jetzt vier Mal höher als von führenden Fachleuten empfohlen. Zudem wäre eine indirekte Förderung des Fleischabsatzes eine weitere Subvention, die den Klima- und Biodiversitäts-Zielen der Republik widerspricht.
Steuer-Diskriminierung pflanzlicher Alternativen beenden
Darüber hinaus sollte die Bundesregierung die Benachteiligung pflanzlicher Milchalternativen beenden. Derzeit werden diese mit 20 Prozent doppelt so hoch besteuert wie tierische Milch. „Das ist ein unfairer Preis-Nachteil für all jene, die sich pflanzenbasiert und klimaschonend ernähren wollen“, sagt Julia Haslinger vom WWF. Eine Vereinheitlichung des Steuersatzes auf zehn Prozent würde zugleich neue Chancen für die heimische Landwirtschaft schaffen, da die Nachfrage nach regionalem Getreide und Hülsenfrüchten steigt.
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