Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Wien, am 11. August 2026 – Die aktuellen Zahlen der Hagelversicherung zeigen, wie massiv die Klimakrise Österreich bereits belastet: In der Landwirtschaft sind heuer Schäden von rund einer Milliarde Euro entstanden, lediglich 40 Prozent davon sind versichert. Der WWF fordert angesichts der dramatischen Entwicklung eine rasche und wirksame Antwort der Bundesregierung. Es brauche konsequenten Klimaschutz und deutlich mehr Investitionen in die Klimawandelanpassung. „Die Klimakrise wird zunehmend zur budgetären Belastungsprobe. Wenn Schäden häufiger und heftiger werden und gleichzeitig immer weniger davon versichert werden können, bleibt am Ende der Staat als Versicherer letzter Instanz übrig“, sagt WWF Klimasprecherin Viktoria Auer. „Die aktuelle Diskussion über staatliche Unterstützung für unversicherte Schäden zeigt, wohin die Reise geht. Wir dürfen nicht darauf warten, dass die Rechnung jedes Jahr größer wird.“ Statt reiner Symptombekämpfung braucht es vor allem konsequenten Klimaschutz. Dafür braucht es laut WWF endlich ein wirksames Klimaschutzgesetz, ein Energieeffizienzgesetz und den naturverträglichen Ausbau von Erneuerbaren Energie.
Bereits heute verursachen die Folgen der Klimakrise in Österreich volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Laut einer vom WWF beauftragten Studie des Wegener Centers werden die volkswirtschaftlichen Gesamtschäden durch bereits auftretende Klimafolgen auf zumindest 2,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Für die kommenden Jahrzehnte wird ein deutlicher Anstieg erwartet: auf 3,8 bis 7,6 Milliarden Euro jährlich bis 2030 und auf bis zu 15 Milliarden Euro jährlich bis 2050. Da nur ein Teil der Schäden versichert ist, trägt die öffentliche Hand letztlich einen erheblichen Anteil.
Natur als beste Versicherung gegen die Klimakrise
Eine konsequente Klimawandelanpassung könnte einen erheblichen Teil der Schäden hingegen verhindern. So können die klimabedingten Verluste in der Wirtschaftsleistung bei konsequenter Umsetzung öffentlicher Anpassungsmaßnahmen um bis zu 80 Prozent verhindert werden. Auch für das Budget zahlt sich Vorsorge aus: Durch zusätzliche Investitionen in Anpassungsmaßnahmen könnten die jährlichen Steuereinnahmen bis 2050 um rund 2,5 Milliarden Euro höher liegen als in einem Szenario ohne zusätzliche Investitionen.
Ein wichtiger Baustein sind dabei naturbasierte Lösungen. Renaturierte Flüsse und Auen können Hochwasserspitzen abfedern, intakte Böden Wasser besser speichern und gesunde Wälder vor Erosion schützen und zur Stabilisierung des Wasserhaushalts beitragen. Gerade in niederschlagsarmen Zeiten können intakte Ökosysteme helfen, die Auswirkungen von Trockenheit abzufedern. „Klimawandelanpassung ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine Investition in die wirtschaftliche und budgetäre Stabilität Österreichs. Dabei ist die Natur unsere beste Verbündete im Kampf gegen die Folgen der Klimakrise. Jeder Euro, der heute in Vorsorge fließt, kann morgen ein Vielfaches an Schäden und öffentlichen Ausgaben verhindern“, sagt Viktoria Auer.
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