Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF: Interaktive Weltkarte zeigt massive Plastikverschmutzung der Ozeane
Naturschutzorganisation warnt: „Plastik ist bis in den letzten Winkel unserer Ozeane vorgedrungen“ – WWF Österreich fordert globale Maßnahmen und Pfandsystem in Österreich
Die Plastikverschmutzung der Meere ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Der WWF hat heute eine interaktive Karte vorgestellt, die das Problem auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten sichtbar macht. Die Weltkarte „Global Plastic Navigator“ zeigt, in welchen Ländern besonders viel Plastikmüll in die Umwelt gelangt, welche Flüsse am meisten Plastikmüll in die Meere transportieren und wie weit Kunststoff auf den Oberflächen der Ozeane verbreitet ist. Das Ergebnis ist erschreckend: „Plastik ist bis in den letzten Winkel unserer Ozeane vorgedrungen und gefährdet dort zahlreiche Meeresbewohner. Wale verfangen sich in verloren gegangenen Netzen, Meeresschildkröten verwechseln Plastiksackerl mit Quallen und fressen diese, aber auch Meeresvögel, Fische und eine Vielzahl anderer Lebewesen nehmen Plastik auf und sterben daran“, sagt Axel Hein, Meeresexperte des WWF.
Um die Plastikflut zu stoppen, fordert der WWF ein internationales Abkommen, das den Eintrag von Plastikmüll in die Meere beendet. Der „Global Plastic Navigator“ zeigt, welche Länder ein solches Abkommen unterstützen, darunter sind die Mitgliedsstaaten der EU und der Afrikanischen Union. Dazu Hein: „Dank der Karte sehen wir, dass die Unterstützung dafür bereits recht groß ist. Mit der interaktiven Karte ist jetzt transparent, ob und wie sehr sich die jeweiligen Regierungen gegen Meeresplastik engagieren. Damit erhöhen wir auch den Druck auf Staaten, die dem Abkommen noch zögerlich gegenüberstehen.“
Das ist wichtig, denn die Plastikflut in den Meeren ist ein globales Problem und erfordert internationale Zusammenarbeit. „Auch Österreich muss sich daher auf allen diplomatischen Ebenen dafür einsetzen, dass ein globales Abkommen gegen die Plastikflut zustande kommt. Zusätzlich muss die Bundesregierung ihre nationalen Hausaufgaben machen“, sagt Elisa Gramlich, Expertin für Plastik & Kreislaufwirtschaft des WWF. Der WWF Österreich fordert hierzulande ein Pfandsystem für Einwegverpackungen und die Ausweitung von Mehrweg-Systemen. „Das spart Ressourcen und sorgt dafür, dass weniger Plastik in der Natur landet“, argumentiert Gramlich. Zudem braucht es einen verbindlichen Aktionsplan gegen Mikroplastik, das sich bis in unserer Nahrungskette ausbreitet und gesundheitliche Folgen haben kann.
Stoppen wir die Plastikflut
Der WWF setzt sich daher seit Jahren für ein internationales Abkommen ein, das weltweit die Müllreduktion und ein verbessertes Abfallmanagement gesetzlich vorschreibt. Als Folge davon würde sich die Abfallwirtschaft in vielen Ländern verbessern – mit allen positiven Folgen für Menschen, Umwelt und Gesundheit.
Die WWF-Petition „Stoppen wir die Plastikflut“ kann online weiterhin unterzeichnet werden.
Rückfragehinweis:
Alexa Lutteri, MA BSc
Pressesprecherin WWF Österreich
Ottakringerstraße 114-116, 1160 Wien – AT
Mobil: +43 67683488240
alexa.lutteri@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









