Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
Wiener Klassen nehmen an internationalem Schulumweltwettbewerb von WWF und ERSTE Stiftung teil
Wien/Illmitz, 24. Oktober 2012 – Zwei Wiener Schulklassen nehmen dieses Schuljahr an dem internationalen Schulumweltwettbewerb „European Schools for a Living Planet“ von WWF und ERSTE Stiftung teil. Gemeinsam mit 31 weiteren Klassen aus acht europäischen Ländern sind sie diese Woche zu Gast im burgenländischen Seewinkel, wo die Auftaktveranstaltung stattfindet. Im Rahmen von Workshops und Outdoor-Aktivitäten erhalten die Schüler Hintergrundinformationen zu verschiedenen Natur- und Umweltschutzthemen. Bis zum Ende des Schuljahrs setzen sie anschließend individuelle Öko-Projekte um. Als Preis winkt eine Naturerlebniswoche in Rumänien. „Bereits das fünfte Jahr in Folge vernetzt die Initiative naturbegeisterte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer verschiedenster Länder und Kulturen“, freut sich Barbara Tauscher, Leiterin des WWF Umweltbildungsprogramms. „Wir sind schon sehr gespannt auf die diesjährigen Ideen und Aktionen der Schulklassen.“
33 Schüler-Lehrer-Teams aus Bulgarien, Kroatien, Moldawien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowenien, Ukraine und Ungarn nehmen an der einwöchigen Schüler-Lehrer-Akademie im und rund um das Hotel Nationalpark in Illmitz teil. Im Rahmen von Workshops und Outdoor-Aktivitäten werden die 12- bis 17-jährigen Schüler und ihre Klassenlehrer von WWF-Ökopädagogen und verschiedensten Naturschutzexperten in die Themen „Donau – Europas Lebensader“ und „Ökologischer Fußabdruck – Umgang mit den Ressourcen unserer Erde“ eingeschult. „Das Thema ‚Active Citizenship’ ist uns bei allen Programmteilen besonders wichtig“, betont Tauscher. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie sie ihre Meinung in der Öffentlichkeit vertreten und andere dazu motivieren können aktiv zu werden.“
Die anschließende Entwicklung und Umsetzung der Naturschutzprojekte ist ganz der Kreativität der Schüler überlassen. Die Lehrer unterstützen ihre Klassen nur als Coaches. Im Laufe der letzten vier Schuljahre entstanden dabei Aktivitäten wie ‚Schüler-lehren-Schüler’-Aktionen, Ausstellungen, Theaterstücke, Straßenaktionen oder Recycling-Aktionstage mit Gemeinden.
Der Fortschritt der Naturschutzprojekte kann während des Schuljahrs über den öffentlich zugänglichen Weblog verfolgt und kommentiert werden. Auf der interaktiven Website führen die Teilnehmerklassen Projekttagebücher, posten Bilder und Videos zu ihren Projekten und haben die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen.
Die besten Projekte werden bei einer Abschlussfeier in Rumänien im Juni 2013 gekürt. Als Preis winkt den vier Gewinnerprojekten eine Naturerlebniswoche in Rumänien.
„Die ERSTE Stiftung beteiligt sich an der Initiative ‚European Schools for a Living Planet’, weil dadurch unseren großen grenzüberschreitenden Bildungsprojekten der wichtige Umweltaspekt hinzugefügt wird“, so Doraja Eberle, Vorstand der ERSTE Stiftung. „Bildung zu fördern, heißt die Zukunft Europas Ernst zu nehmen. Sensibilität für ökologische Zusammenhänge in einem internationalen Projekt zu vermitteln ist für junge Menschen, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer eine besonders nachhaltige Erfahrung."
Die Schulumweltinitiative „European Schools for a Living Planet“ von WWF und ERSTE Stiftung fand erstmals im Schuljahr 2008/2009 statt. Seitdem nahmen 118 Schulklassen aus 11 europäischen Ländern teil. Rund 3.000 Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren setzen dabei ihre persönlichen Öko-Projekte in die Tat um.
Weitere Informationen im Weblog unter http://schools.foralivingplanet.eu
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF-Pressesprecherin, Tel.: +43-1-488 17 215 bzw. +43 676 83 488 215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
ERSTE Stifung, Kommunikation: Maribel Königer, Jovana Trifunovic, Tel. +43 50100 15105, E-Mail: press@erstestiftung.org
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert













