Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Holzindustrie Schweighofer: Wolf verliert Schafspelz
Presseaussendung
Wien, 24. Juni 2016: Dem österreichischen Unternehmen Holzindustrie Schweighofer ist das FSC-Zertifikat entzogen worden. FSC und der zuständige Zertifizierer „Quality Austria“ reagieren damit auf massive Proteste des WWF und anderer Organisationen. Die Umweltschützer werfen Schweighofer und Quality Austria schwerwiegende Verstöße gegen FSC-Vergaberichtlinien vor, weshalb der WWF Beschwerde einlegte. „Dass sich ein Umweltsünder wie Schweighofer hinter einem zu Unrecht vergebenen Zertifikat verstecken konnte, war unerträglich“, so Johannes Zahnen, Referent für Forstpolitik beim WWF.
Der WWF bewertet den Entzug als wichtigen Schritt bei der Aufklärung der Vergehen von Holzindustrie Schweighofer. Erdrückende Indizien legten nahe, dass das Unternehmen seit Jahren systematisch Holz aus illegalen Quellen bezieht, beispielsweise aus dem rumänischen Nationalpark Retezat. Dass das Zertifikat nun bereits vor Abschluss einer vom FSC anberaumten umfassenden Untersuchung entzogen wurde, ist ein klares Zeichen für die Eindeutigkeit des Falls. FSC will Schweighofers zweifelhafte Geschäfte offensichtlich nicht weiter unter seinem Dach dulden. „Schweighofer ist das Paradebeispiel für grenzenlose Profitgier“, kritisiert Johannes Zahnen. „Das Unternehmen präsentiert sich gern als verantwortungsbewusst, aber macht im Hintergrund Geschäfte mit dem Raubbau.“
Nach der Suspendierung des Zertifizierers Quality Austria vor wenigen Wochen, der wegen desselben Falls vorerst keine FSC-Zertifikate mehr ausstellen darf, ist der Zertifikatsentzug bei Schweighofer ein weiterer Erfolg. Die vom WWF bemängelten Zertifizierungen beziehen sich auf Produktionsstätten und Lieferketten in Rumänien und weiteren Ländern, aus denen Schweighofer einen Großteil seines Holzes bezieht.
Weitere Informationen:
Theresa Gral, Pressesprecherin WWF, E-Mail: theresa.gral@wwf.at; Tel. 01-48817216.
Weitere Informationen zum Fall Schweighofer: https://www.wwf.at/waelder-in-rumaenien.
Zertifizierer von Holzindustrie Schweighofer suspendiert: http://wwf.de/2016/juni/komplize-am-pranger.
WWF legt Beschwerde ein gegen FSC-Zertifizierung von Holzindustrie Schweighofer:
http://wwf.de/2016/maerz/zertifizierter-raubbau.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












