In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF: Atomenergie und Erdgas haben im Green Deal nichts verloren
Neues Gutachten zeigt: Atomenergie kann nicht als nachhaltig eingestuft werden – Allianz aus 150 Organisationen fordert auch Stopp bei fossilem Gas
„Atomenergie ist nicht zukunftsfähig und hat daher auch im Green Deal nichts verloren. Die Bundesregierung muss jetzt dringend eine EU-weite Allianz für eine komplett klima- und naturverträgliche Taxonomie zimmern. Weder Atomkraft noch Erdgas dürfen als nachhaltige Investitionen eingestuft werden“, fordert Erika Singer, Expertin für Sustainable Finance beim WWF Österreich. Das heute veröffentlichte Gutachten der renommierten internationalen Rechtsanwaltskanzlei REDEKER SELLNER DAHS kommt zum Schluss, dass eine Aufnahme von Atomenergie in die EU-Taxonomie-Verordnung rechtlich nicht gedeckt wäre.
Offener Brief gegen Schlupfloch für fossiles Gas
In der so genannten Taxonomie-Verordnung legt die EU fest, welche Investitionen als ökologisch und nachhaltig gelten. In der ersten Fassung waren Atomenergie und Erdgas ausgeklammert worden. Auch die Erdgas-Lobby versucht deshalb hinter den Kulissen, den Klimaschutz zu sabotieren: Fossiles Gas soll demnach in bestimmten Fällen ebenfalls als „Grün“ im Sinne der Taxonomie-Verordnung für nachhaltige Investitionen akzeptiert werden. Gegen dieses Greenwashing macht nun eine Allianz des WWF gemeinsam mit rund 150 weiteren Organisationen mobil. In einem heute publizierten offenen Brief an die Europäische Kommission und das EU-Parlament fordern sie einen Stopp jeglicher Investitionen in fossile Brennstoffe. „Der jüngste Bericht der Internationalen Energieagentur zeigt klar, dass wir nur mit einer raschen Abkehr von fossiler Energie unsere Klimaziele erreichen können. Daher darf die europäische Politik auch beim Erdgas keinen Kniefall vor der Fossil-Lobby machen“, bekräftigt Erika Singer vom WWF.
Erdgas gehört weltweit zu den größten Klimakillern und ist allein in Österreich für 20 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Besonders fatal sind die Folgen von Methan, einem hochwirksamen Treibhausgas, das bei der Gasförderung freigesetzt wird.
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