Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
Amazonas-Abholzung erreicht neues Rekordhoch
Der Amazonasregenwald ist der größte zusammenhängende Regenwald dieser Erde. Unter der Regierung des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Abholzung und Zerstörung allerdings massiv zugelegt. Satellitenbilder des brasilianischen Institutes für Weltraumforschung (INPE) zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Alleine von August 2019 bis Juli 2020 wurde laut INPE eine Fläche von rund 11.000 Quadratkilometer abgeholzt – das ist in etwa so groß wie Jamaika oder Oberösterreich.
Bolsonaros Politik ist Gift für den Amazonas
Das in Brasilien immer mehr Regenwald gerodet wird, ist laut Experten eine direkte Folge falscher Politik. Unter dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Abholzung massiv zugelegt. Als er 2018 ins Amt kam, lockerte er die Umweltgesetze. Das Ergebnis: Während Bergbau, Viehzucht und Sojaanbau massiv zugelegt haben, gab es nie weniger Strafen hinsichtlich illegaler Rodungen als in den vergangenen zwei Jahren (2018 – 2020). 11.000 Quadratkilometer Regenwald wurden alleine von August 2019 bis Juli 2020 abgeholzt. Das sind um knapp 10% mehr als im Vorjahr. Viele der Produkte, für die Regenwald zerstört wird, landen auch in der EU.
Amazonas spielt Schlüsselrolle im Weltklima
Der Amazonaregenwald ist der größte terrestrische (landbasierte) CO2-Speicher der Welt. Regenwaldpflanzen und -böden speichern enorme Mengen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Um Platz für Viehzucht oder Futtermittel für Nutztiere zu schaffen, wird der Amazonas immer weiter zerstört. Was wir befürchten: Schon bald könnte die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes einen Punkt erreicht haben, von dem es kein Zurück mehr gibt. Das hätte verheerende Folgen – nicht nur für die Menschen und Natur in Brasilien, sondern auch für die globale Klimakrise. Schon heute sind 15% der weltweit gemessenen CO2-Emissionen auf die Zerstörung des Regenwaldes zurückzuführen.

Keine Produkte in der EU, die Wälder zerstören
Weltweit werden Wälder im Rekordtempo vernichtet. Alleine von 2015 bis 2020 sind laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) pro Jahr weltweit 10 Millionen Hektar aufgrund von Entwaldung verloren gegangen. Das entspricht in etwa der Größe von 14 Millionen Fußballfeldern. Unser Konsumverhalten in Europa wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger. Viele der Produkte, für die Regenwald und andere Wälder zerstört werden, landen in der EU und damit auf unseren Tellern.
Appell an die EU-Kommission #Together4forests
Weltweit werden Wälder im Rekordtempo vernichtet. Alleine von 2015 bis 2020 sind laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) pro Jahr weltweit 10 Millionen Hektar aufgrund von Entwaldung verloren gegangen. Das entspricht in etwa der Größe von 14 Millionen Fußballfeldern. Darum fordern wir mit #together4forests ein strenges Waldschutzgesetz, das unter anderem verhindert, dass Produkte die Wälder zerstören in der EU verkauft werden dürfen.
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