WWF Artikel mit bestimmten Darstellungsformen: Manuell (Sonderformate)

Fotostrecke: Gefährdete Arten aus dem Mittelmeer

Das Mittelmeer gilt als wahres Urlaubsparadies. Nicht nur wegen seiner zahlreichen Küsten und Strände, sondern auch die Artenvielfalt lockt die Menschen in die umliegenden Regionen. Das Mittelmeer ist jedoch auch das Meer, welches sich am stärksten durch die Klimakrise erhitzt. Bereits jetzt hat sich dadurch das marine Ökosystem verändert. Mit fatalen Folgen für die Meeresbewohner. Diese leiden jedoch nicht nur unter den klimatischen Veränderungen, sondern auch Geisternetze, die Plastikverschmutzung und Überfischung treibt viele Arten an den Rand des Aussterbens.

1. Mönchsrobbe

Mönchsrobben sind die einzige Robben-Art, die im Mittelmeer heimisch ist. Noch – denn ihr Bestand zählt nur mehr zwischen 444 und 600 Tiere und somit gelten sie als gefährdet. Früher wurden sie als Konkurrenz der Fischer angesehen und somit gejagt. Heute machen ihnen der Lebensraumverlust sowie die massive Überfischung der Meere das Überleben schwer. Auch die Verschmutzung der Meere und Strände, die Lärmbelastung durch Tourismus und die Überflutung von Höhlen – die sie als wichtige Rückzugsorte benötigen – stellen eine große Bedrohung für den Fortbestand der Robbenart dar.

Um die Mönchsrobben zu schützen setzt sich der WWF seit über 10 Jahren für den Schutz der Strände und Höhlen ein, in denen die Mönchsrobben leben und sich fortpflanzen. Auch die Zusammenarbeit mit Forschung, anderen Organisationen und lokalen Fischern ist ein wichtiger Teil der Arbeit zum Robbenschutz.

2. Rote Koralle

Die Rote Koralle ist nicht nur außergewöhnlich anzusehen, sie erfüllt auch eine wichtige Funktion im Ökosystem Mittelmeer. Die Gewächse, die eigentlich keine Pflanzen, sondern Tierkolonien sind, bieten Lebensraum und Nahrung für unzählige Meeresbewohner. Die Polypen, aus denen die Rote Koralle besteht, sind eigentlich farblos. Die prächtige rote Farbe entsteht durch Algen, die in den Korallen eingelagert sind. Durch zerstörerische Fischereimethoden wie die Verwendung von Grundschleppnetzen werden immer mehr Riffe der Roten Koralle zerstört. Diese Netze schaben den Meeresboden regelrecht ab und lassen eine leblose Fläche zurück. Auch durch die Verschmutzung der Meere und das gezielte Sammeln der Roten Koralle als Schmuck sorgen für das Aussterben dieser Art.
Um die Rote Koralle zu erhalten, arbeiten wir an zahlreichen Initiativen mit.

3. Pottwal

Pottwale sind nicht nur im Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozean heimisch, sondern auch im Mittelmeer. Sie sind die größten Zahnwale, haben das größte Gehirn aller Lebewesen und können auch tiefer und länger tauchen als so gut wie jedes andere Säugetier. Sie sind jedoch auch gefährdet. Im 19. Jahrhundert wurden sie wegen ihrer Fettschicht gejagt, die als hochwertiges Industrie-Schmiermittel vermarktet wurde. Andere Wal-Teile wurden in der Parfümindustrie eingesetzt. Seit 1981 ist die Jagd auf Pottwale zwar verboten, jedoch machen andere Bedrohungen den Walen noch immer das Überleben schwer.

Die Hauptgefahr ist der sogenannte Beifang. Auch Wale verheddern sich in den riesigen Fischernetzen und ertrinken qualvoll. Seit der Gründung des WWF in den 60er-Jahren liegt uns der Walschutz sehr am Herzen. Wir sind in zahlreichen Projekten aktiv und haben auch bereits vieles erreicht. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Förderung und Ausweisung von Walschutzgebieten.

Schützen Sie die Meere
mit einer

Meeres-Patenschaft!

Gemeinsam können wir die Meere schützen und gegen zerstörerische Fischereimethoden und Meeresverschmutzung kämpfen. Ihre Patenschaft macht den Unterschied!

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