September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
Axt des Jahres geht an Murzerstörer-Allianz
Graz, 10. November 2009 – Die PLATTFORM ZUM SCHUTZ DER MURAUEN und der Naturschutzbund Steiermark verleiht heute die „Axt des Jahres 2009“ an die Allianz der Murauen-Zerstörer. Das Landschaftsschutzgebiet und biogenetische Reservat „Murauen Graz-Werndorf“ vor den Toren von Graz ist durch das derzeit größte Natur zerstörende Wasserkraftwerksprojekt Österreichs gefährdet. Die Mitglieder dieser Allianz sind STEWEAG-STEG, ESTAG und Verbund. „Die geplanten Kraftwerke würden diesen einzigartige Lebensraum zerstören“, so WWF-Experte Arno Mohl.
Natur- und Umweltschutzorganisationen wie der WWF setzen sich weiterhin für die Erhaltung dieses national bedeutenden Naturgebiets ein. Die freie 23 Kilometer lange Fließstrecke der Mur von Weinzödl bis Mellach ist Lebensraum für dutzende größtenteils höchst gefährdete Fischarten. Statt der geplanten Naturzerstörung fordern die Umweltschützer Einsparungsmaßnahmen, Effizienzsteigerungen und die verstärkte Förderung von Erneuerbaren Energien wie Solarstrom.
Die beiden Laufkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf würden die Mur im betroffenen Abschnitt in leblose Stauseen verwandeln. Huchen und vielen weitere bedrohte Arten wie Fischotter oder Eisvogel verlieren dadurch ihren Lebensraum, so der WWF.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at.
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