Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Die Schönen und der Mist an der Donau
Haslau/St. Pölten/Wien, 8. September 2014 –Gestern Sonntag veranstaltete die WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth (YTAE)“ ihren sechsten „Danube-Clean-Up“ gemeinsam mit einer ganz besonderen Unterstützung: Sechs Anwärterinnen auf den Titel der Miss Earth und Nationalparkmitarbeiter halfen tatkräftig mit die Ufer der Donau im Bereich des Nationalpark Donau-Auen östlich von Wien von angeschwemmtem Müll zu befreien. „Mit dem Danube-Clean-Up wollen wir auf das Müllproblem an den Flüssen aufmerksam machen und ein Bewusstsein schaffen, wie jeder und jede aktiv dazu beitragen kann Müll zu vermeiden. Wir sprechen auch andere junge Menschen an bei unseren Aktionen mitzumachen und selbst mit anzupacken“, erklärt Valentin Lechner, Mitglied der WWF Jugendgruppe YTAE. „Mit unseren Botschafterinnen für Umwelt und Soziales der Miss Earth Austria, wollen wir genau auf jene Probleme aufmerksam machen. Hier ist uns aber nicht nur wichtig, Menschen dazu zu bewegen bei Clean Ups, wie er gestern stattgefunden hat, mitzumachen, sondern auch Aufklärung zu betreiben. Wieso kommt es überhaupt so weit und wie kann jeder Einzelne von uns Müll in diesen Mengen vermeiden?“ fragt Sina Schmid, CEO Miss Earth Austria. Die Nationalpark-Verwaltung freut sich über das Engagement der Teilnehmer: „Ein großartiger Beitrag zu unserer laufenden Naturschutz-Arbeit“, so Ursula Grabner vom Nationalpark Donau-Auen.
Beim diesjährigen Danube-Clean-Up gingen sechs Jugendliche von YTAE (Youth Taking Action For The Earth) und sechs Miss Earth-Anwärterinnen im Nationalpark Donau-Auen zwischen Haslau und Regelsbrunn ans Werk. Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken waren die jungen Menschen gestern stundenlang unterwegs und sammelten Abfall ein, der durch die jüngsten Hochwässer in den Uferbereichen abgelagert wurde. Insgesamt 23 Säcke voll mit verschiedensten Abfällen wie Spray- und Getränkedosen, Styropor, Plastikflaschen, Kondomen und Spielzeug sind das imposante Ergebnis der Aufräumaktion. 2.300 Volumsliter Müll sammelten die fleißigen Missen zusammen mit der WWF-Jugendgruppe. „Unfassbar, wie viel Müll die Menschen einfach so wegwerfen“, berichtet der 21-jährige Valentin. Auch die nächsten Aktivitäten von YTAE beschäftigen sich wieder mit dem Thema Fluss- und Auenschutz. Im Oktober wird im Rahmen der Aktion „Action Days“ ein weiteres Clean-up stattfinden. Auch diese Aktivität findet im Nationalpark Donau-Auen statt.
Im Nationalpark Donau-Auen ist man sehr dankbar, zunehmend auf die wertvolle Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer zurückgreifen zu können. „Insbesondere die zeitintensive, regelmäßige Entfernung von durch die Donau angeschwemmtem Müll ist nur durch die Arbeit von Gruppen, Initiativen, Vereinen sowie Betrieben möglich“, berichtet Nationalpark-Mitarbeiter Ronald Hillerbrand, der Freiwilligen-Einsätze im Bereich der Haslauer-Regelsbrunner Au koordiniert. Mehrmals jährlich finden Müllsammel-Aktionen statt – denn der Fluss bringt laufend Schwemmmüll von stromauf, der in den Uferbereichen abgelagert wird. Der Nationalpark Donau-Auen liegt zwischen den europäischen Hauptstädten Wien und Bratislava, er bewahrt seit seiner Gründung 1996 auf mehr als 9.300 Hektar Fläche die letzte große Flussauen-Landschaft Mitteleuropas.
Das Danube-Clean-Up 2014 ist bereits die sechste Donau-Aufräumaktion der WWF-Jugendgruppe. Bereits in den Vorjahren befreiten die Jugendlichen gemeinsam mit Partnerorganisationen in Bulgarien, Rumänien und Ungarn sowie Let’s do it! Austria die Donauufer von Müll.
Sina Schmid, CEO Miss Earth Austria, brachte im Jahr 2011 das Projekt Miss Earth nach Österreich, seit diesem Tag ist die Schönheit auch bei uns nachhaltig. Die Siegerinnen der Miss Earth Bewerbe agieren weltweit als Botschafterinnen für Umwelt und Soziales. Hübsche, junge Frauen machen auf Missstände in der Gesellschaft und den verschiedensten Umweltbelangen aufmerksam und zeigen großes Interesse und Engagement im Bereich der humanitären Hilfe und auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Mit Katia Wagner, Miss Earth Austria 2013, stellt Österreich aktuell die zweitschönste und vor allem nachhaltigste Frau der Erde. Es ist also kein Zufall, dass das Motto der Miss Earth „beauties for a cause“ lautet – „Schönheit für einen Zweck“.
WWF Jugendprogramm „Youth Taking Action for the Earth“
Das WWF-Jugendprogramm „Youth Taking Action for the Earth“ (YTAE) besteht aus Jugendlichen zwischen 14 und 26 aus ganz Österreich. Die naturbegeisterten jungen Menschen absolvieren ein umfangreiches Trainingsprogramm – von Umweltschutzthemen über Projektmanagement bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit. Im Laufe ihrer Ausbildung wählen sie jeweils ein Projektthema, das selbstständig entwickelt und umgesetzt wird. Auf diese Weise entstand etwa die Kampagne „Plastiksackerl DISLIKE“, in deren Rahmen ein Plastiksackerlverbot in Österreich angestrebt wurde.
Fotos der Aufräum-Aktion und weitere Informationen zur WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth“: www.wwf.at/presse und www.wwf.at/ytae und auf www.miss-earth.at.
Rückfragehinweis und Fotos:
Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel.: 01-48817-231; E-Mail: franko.petri@wwf.at;
Sina Schmid, CEO Miss Earth Austria, Tel.: 0664-4376030; E-Mail: home@miss-earth.at;
Erika Dorn, Nationalpark Donau-Auen, Tel.: 02212-3450-26; E-Mail: e.dorn@donauauen.at;
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Verfehlen der 2030-Ziele
Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen












