Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Earth Hour: Bereits 2.712 Städte der Welt schalten das Licht ab
Wien, 25. März 2009 – Heute sind es bereits 2.712 Städte, die am Samstag, den 28. März, ihre Wahrzeichen für eine Stunde abschalten werden. Mehr als eine Milliarde Menschen in 83 Ländern beteiligen sich an der vom WWF vor zwei Jahren gegründeten Aktion. In Österreich sind die Städte Salzburg, Innsbruck, St. Pölten, Eisenstadt und Klagenfurt dabei. Graz unterstützt die Aktion, will aber die Uhrturmbeleuchtung nicht abschalten. Nur die Stadt Wien spricht sich heuer gegen die Aktion aus, an der sie sich 2007 noch beteiligte. Zahlreiche Prominente in Österreich und auch die Firmen IKEA und Hilton Hotels unterstützen die Earth Hour und nehmen an der Aktion teil. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und der Milliardär, Weltraumpionier und Förderer Erneuerbarer Energien, Richard Branson, unterstützen die Earth Hour 2009. „Wir hoffen, dass sich auch die Bezirkshauptstädte, Gemeinden sowie möglichst viele Unternehmen und Haushalte in Österreich am Samstag beteiligen werden“, ruft WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger ganz Österreich zum Mitmachen auf. Die Aktion ist das größte Zeichen gegen den Klimawandel aller Zeiten und richtet sich besonders an die Weltklimakonferenz, die im Dezember in Kopenhagen stattfinden wird.
In Salzburg lässt Bürgermeister Heinz Schaden die gesamte Stadtbeleuchtung eine Stunde später einschalten. In Innsbruck wird Bürgermeisterin Hilde Zach für ein dunkles Goldenes Dachl und den Stadtturm sorgen. In St. Pölten bleibt auf Anordnung des Bürgermeisters Matthias Stadler das Rathaus dunkel. In Eisenstadt werden laut Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel das Schloss Esterhazy, der Leopoldinentempel im Schlosspark und einige Kirchen verdunkelt. Klagenfurts Bürgermeister ließ ausrichten, dass die Beleuchtung des Lindwurms abgedreht wird. Keine Antwort kam bisher von den Bürgermeistern von Bregenz und Linz. Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Umweltstadträtin Ulli Sima sprechen sich gegen die symbolische Aktion aus, obwohl andere Wiener Stadträte die Aktion sehr wohl unterstützen. Selbst das Schloss Gloggnitz wird am Samstag für eine Stunde finster sein.
Hingegen sind zahlreiche Prominente in Österreich Freunde der Earth Hour: Stephansdom-Pfarrer Anton Faber, Bernd Lötsch, der Direktor des Naturhistorischen Museums, die Moderatoren Andrea Golpashin und Dominic Heinzl, Chris Lohner und Lifeball-Organisator Gery Keszler. Die politische Unterstützung der Aktion geht quer durch die Parteien: Wissenschaftsminister Josef Hahn und Verkehrsministerin Doris Bures, der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, der Wiener Stadtrat Rudi Schicker, die grüne Parteichefin Eva Glawischnig und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bekräftigen ihr Ja! Zur Earth Hour.
Im Stundentakt wird sich die Earth Hour 2009 mit der Nachtzeit rund um den Planeten bewegen. Sie beginnt am 28. März 2009 um 20.30 Uhr Ortszeit auf den neuseeländischen Chatham Inseln. Die letzte Station ist Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada.
Folgende Städte der Welt werden ihre bekanntesten Wahrzeichen abschalten: London, Paris, Peking, Rom, Moskau, Los Angeles, Rio de Janeiro, Hongkong, Dubai, Singapur; Athen, Buenos Aires, Toronto, Sydney, Mexiko City, Istanbul, Kopenhagen, Manila, Las Vegas, Brüssel, Kapstadt und Helsinki. Abgeschaltet werden auch die Lichter von bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Pyramiden von Gizeh, dem Eiffelturm in Paris, die Akropolis in Athen, der Christusstatue in Rio de Janeiro, die Petronas-Türme in Kuala Lumpur und das Opernhaus von Sydney.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488-231, Email: franko.petri@wwf.at.
Internet: Österreichseite auf www.earthhour.org.
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