Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
EU-Gipfel: WWF fordert wirksame Klimaschutz-Kriterien für Budget und Wiederaufbaufonds
Zumindest 50 Prozent des EU-Haushalts und des Wiederaufbau-Pakets müssen sowohl dem Klima als auch der Umwelt zugutekommen - Fossile Subventionen gehören überall ausgeschlossen
Brüssel, Wien, am 16. Juli 2020. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich fordert von den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union die Verankerung wirksamer Klima- und Umweltschutz-Vorgaben für das EU-Budget und den Corona-Wiederaufbaufonds. „Mehr Resilienz ist das Gebot der Stunde. Daher müssen die Staats- und Regierungschefs jetzt einen klima- und naturverträglichen Neustart einleiten. Ansonsten werden in den nächsten Jahren viele Milliarden falsch investiert werden“, sagt WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides im Vorfeld des EU-Gipfels. In einem ersten Schritt müssen daher zumindest 50 Prozent des EU-Haushalts und des Wiederaufbau-Pakets sowohl dem Klima als auch der Umwelt zugutekommen – und das verbindlich und kontrolliert. Zugleich gehören Subventionen für fossile Strukturen überall ausgeschlossen. Beide Forderungen stellt der WWF auch in einem aktuellen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler. „Europa ist sehr weit davon entfernt, den Pariser Klimavertrag und die Biodiversitätsziele zu erfüllen. Das sind aber zentrale Voraussetzungen, damit Wirtschaft und Gesellschaft langfristig krisensicher sind“, argumentiert Johanides.
Auf Initiative mehrerer Umweltschutzorganisationen, darunter auch der WWF, haben sich mehr als 1,3 Millionen Menschen in drei aktuellen Petitionen für einen mutigen grünen Aufschwung in Europa ausgesprochen. Laut WWF müssen die geplanten Konjunkturhilfen das Wohlergehen von Menschen, Natur und Klima in den Mittelpunkt stellen. “Damit könnte Europa nicht nur neue Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern schaffen, sondern auch künftige Bedrohungen besser bewältigen”, sagt Andrea Johanides. In diesem Sinne gehören auch Umwelt- und Sozialstandards deutlich gestärkt.
Auf ihrem Gipfeltreffen verhandeln die 27 EU-Mitgliedsländer über insgesamt 1,85 Billionen Euro – verteilt auf den siebenjährigen EU-Haushalt mit rund 1,1 Billionen Euro sowie den Corona-Wiederaufbaufonds mit 750 Milliarden Euro. Dass laut Aussagen von Ratspräsident Charles Michel “30 Prozent der Mittel für Projekte mit Bezug zum Klima” aufgewendet werden sollen, ist zwar ein Fortschritt, reicht aber bei weitem nicht aus. Besonders wichtig ist, das im European Green Deal verankerte „Do-no-harm-Prinzip“ konsequent anzuwenden.
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leitung Politik und Kommunikation
Mobil: +43 664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung
Finale bei Österreichs Flusswahl: Noch bis 1. September abstimmen
Neun Flüsse aus allen Bundesländern stehen zur Wahl – Extreme Trockenheit und Hitze setzen Gewässer und Fische unter Druck – WWF ruft zu starkem Zeichen für lebendige Flüsse auf
WWF-Erfolg: Brutflöße sorgen für Jungvogel-Boom an der March
Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!
600 Tötungen pro Jahr: WWF kritisiert geplante Biber-Verordnung in Niederösterreich
Drastische Verschärfung bei Biber-Management vorgesehen – Direkte Eingriffe in Lebensraum und Bestand möglich – WWF ortet Freibrief für pauschale Abschüsse









