Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Finale bei Österreichs Flusswahl: Noch bis 1. September abstimmen
Wien, am 26. August 2026 – Die erste Wahl zum „Fluss des Jahres“ geht ins Finale: Noch bis einschließlich 1. September können Menschen in ganz Österreich online für einen von neun Flüssen aus allen Bundesländern abstimmen. Vor dem Hintergrund der extremen Trockenheit und der wiederholten Hitzewellen ruft der WWF dazu auf, mit der eigenen Stimme ein starkes Zeichen für den Schutz lebendiger Flüsse zu setzen. Das Ergebnis gibt die Naturschutzorganisation nach Abschluss des Votings bekannt.
„An unseren Flüssen werden die Folgen der Klimakrise besonders sichtbar: Wenig Wasser erwärmt sich rasch und lässt Fischen immer weniger Rückzugsräume. Je naturnäher ein Fluss ist, desto besser kann er mit extremer Hitze und Trockenheit umgehen. Deshalb braucht der Schutz ökologisch wertvoller Flüsse gerade jetzt mehr Aufmerksamkeit“, sagt WWF-Flussökologin Marie Pfeiffer.
Zur Wahl stehen die Lafnitz im Burgenland, die Lavant in Kärnten, der Kamp in Niederösterreich, die Vöckla in Oberösterreich, die Saalach in Salzburg, die Schwarze Sulm in der Steiermark, der Lech in Tirol, die Meng in Vorarlberg und die Donau in Wien. Fachleute haben die Kandidaten nach ihrem ökologischen Zustand, ihrer Artenvielfalt, ihrer Gefährdung und ihrem Schutzbedarf ausgewählt.
Rekord-Trockenheit setzt Flüsse unter Druck
Die vergangenen zwölf Monate waren laut GeoSphere Austria die trockensten seit Beginn der Messungen im Jahr 1850. Im Juli wurden an rund 90 Prozent der österreichischen Pegelmessstellen sehr niedrige Abflüsse verzeichnet. Niedrige Wasserstände und hohe Temperaturen verstärken sich dabei gegenseitig: Geringe Wassermengen erwärmen sich schneller, während warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen kann. Insbesondere für kälteliebende Fischarten wie den stark gefährdeten Huchen oder viele Forellenarten steigt dadurch der Stress. Im Extremfall droht lokales Fischsterben, wie es gerade in diesem Sommer besonders häufig passiert ist.
Der WWF fordert daher, naturnahe Flussabschnitte konsequent zu schützen und verbaute Gewässer zu renaturieren. Intakte Flüsse und Auen halten Wasser in der Landschaft, wirken kühlend und geben Hochwasser mehr Raum. Zugleich bieten sie zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume. Je natürlicher ein Gewässersystem ist, desto widerstandsfähiger reagiert es auf Hitze, Trockenheit und Hochwasser.
Mit der Wahl will der WWF die Vielfalt und den Schutzbedarf der heimischen Flüsse stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Der Fluss mit den meisten Stimmen erhält erstmals den Titel „Österreichs Fluss des Jahres“.
Abgestimmt werden kann bis einschließlich 1. September unter www.wwf.at/flussdesjahres
Bilder zu den jeweiligen Flüssen sind online hier abrufbar.
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