Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Gegen die Natur: Weisung an Tiroler Umweltanwalt
Innsbruck, am 26. 2. 2008 – Die Tiroler Landesregierung beschloss heute auf Antrag der Landesräte Hans Lindenberger und Anna Hosp die Erteilung einer Weisung an die Landesumweltanwaltschaft. Dem Umweltanwalt wird somit untersagt, im Zusammenhang mit dem naturschutzrechtlichen Verfahren betreffend den Notweg Mittelberg am Pitztaler Gletscher einen Antrag auf Feststellung gemäß §3 Abs. 7 des Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetzes einzubringen.
Unfassbare Entscheidung der Landesregierung!
"Diese Entscheidung der Tiroler Landesregierung ist ein weiterer negativer Meilenstein in der leidigen Pitztal-Causa" erklärt Hermann Sonntag, Leiter des WWF-Alpenprogramms. "Sie ist fachlich und juristisch nicht nachvollziehbar – ein fatales Signal des Landes Tirol über die Grenzen hinweg!" zeigt sich Sonntag über die Vorgangsweise der Landesräte empört.
Weisungsfreiheit absolut notwendig!
Dieser aus Sicht des WWF willkürliche Akt untermauert die von der Naturschutzorganisation seit vielen Jahren wiederholt geforderte Weisungsfreiheit für die Landesumweltanwaltschaft (LUA). "Es muss auch in Tirol sichergestellt sein, dass der Umweltanwalt – wie in den anderen Bundesländern auch – zum Wohle der Natur und der gültigen Gesetze agieren kann", fordert Sonntag abschließend.
Kontakt:
Mag. Hermann Sonntag,
WWF Österreich – Programmleiter Alpen,
Tel. 0043-512-573534-25 oder 0676/83 488 402,
E-Mail: hermann.Sonntag@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












