Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Angesichts der neuen, deutlich höheren Zahlen zum möglichen Stromverbrauch des Google-Ausbaus in Kronstorf fordert der WWF eine rasche Reparatur des UVP-Gesetzes und eine umfassende Umweltprüfung des gesamten Projekts. „Ein einzelnes Rechenzentrum könnte fast ein Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich beanspruchen und trotzdem ohne UVP auskommen. Diese Gesetzeslücke ist jetzt endgültig unhaltbar“, sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
Die Umweltschutzorganisation fordert einen eigenen UVP-Tatbestand für große Rechenzentren sowie eine gemeinsame Bewertung aller geplanten Ausbaustufen. Dabei müssten insbesondere Strom- und Wasserbedarf, Bodenversiegelung, Abwärme, Verkehr, Lärm und Netzbelastung geprüft werden. Zugleich warnt die Umweltschutzorganisation davor, den zusätzlichen Energiebedarf eines einzelnen Konzernprojekts zum Maßstab für neue naturbelastende Großkraftwerke zu nehmen. „Die Politik darf Googles Stromhunger nicht automatisch auf unsere Flüsse, Landschaften und die Allgemeinheit abwälzen. Zuerst braucht es volle Transparenz, verbindliche Verbrauchs- und Umweltauflagen sowie eine unabhängige Prüfung, ob ein Ausbau dieser Dimension verantwortbar ist“, sagt Pories.
Für die geplante zweite Ausbaustufe errechnete die Netz Oberösterreich aktuell einen möglichen Jahresverbrauch von bis zu 4,4 Terawattstunden. Das entspräche umgerechnet fast einem Drittel des gesamten oberösterreichischen Stromverbrauchs von 14 Terawattstunden im Jahr 2024.
Bilder vom Ausbau und von WWF-Sprecher Simon Pories finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
Ein Drittel des Tiroler Wolfsbestandes abgeschossen: WWF kritisiert Management des Landes scharf
2026 bereits zehn Wölfe in Tirol getötet – Naturschutzorganisation fordert Ende von Abschüssen als Standardlösung: „Wild sein ist kein Verbrechen“
Fischkonsum im Urlaub: WWF warnt vor Importware und verstecktem Haifisch-Fleisch
Fischgerichte auf Touristenmenüs und Märkten häufig aus Asien und Lateinamerika importiert oder unter irreführenden Namen angeboten – WWF fordert mehr Transparenz und ruft zur Vorsicht beim Fischkonsum auf










