Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Angesichts der neuen, deutlich höheren Zahlen zum möglichen Stromverbrauch des Google-Ausbaus in Kronstorf fordert der WWF eine rasche Reparatur des UVP-Gesetzes und eine umfassende Umweltprüfung des gesamten Projekts. „Ein einzelnes Rechenzentrum könnte fast ein Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich beanspruchen und trotzdem ohne UVP auskommen. Diese Gesetzeslücke ist jetzt endgültig unhaltbar“, sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
Die Umweltschutzorganisation fordert einen eigenen UVP-Tatbestand für große Rechenzentren sowie eine gemeinsame Bewertung aller geplanten Ausbaustufen. Dabei müssten insbesondere Strom- und Wasserbedarf, Bodenversiegelung, Abwärme, Verkehr, Lärm und Netzbelastung geprüft werden. Zugleich warnt die Umweltschutzorganisation davor, den zusätzlichen Energiebedarf eines einzelnen Konzernprojekts zum Maßstab für neue naturbelastende Großkraftwerke zu nehmen. „Die Politik darf Googles Stromhunger nicht automatisch auf unsere Flüsse, Landschaften und die Allgemeinheit abwälzen. Zuerst braucht es volle Transparenz, verbindliche Verbrauchs- und Umweltauflagen sowie eine unabhängige Prüfung, ob ein Ausbau dieser Dimension verantwortbar ist“, sagt Pories.
Für die geplante zweite Ausbaustufe errechnete die Netz Oberösterreich aktuell einen möglichen Jahresverbrauch von bis zu 4,4 Terawattstunden. Das entspräche umgerechnet fast einem Drittel des gesamten oberösterreichischen Stromverbrauchs von 14 Terawattstunden im Jahr 2024.
Bilder vom Ausbau und von WWF-Sprecher Simon Pories finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung










