Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
John West und der WWF sensibilisieren Verbraucher in Österreich für nachhaltige Fischerei
Wien, 29. November 2017 – Eine neue Partnerschaft zwischen John West und dem WWF Österreich soll Verbraucher in Österreich für die globalen Probleme beim Thunfischfang sensibilisieren und sich für einen nachhaltigen Fischkonsum einsetzen. So sollen Verbraucher vorzugsweise zu Fisch greifen, der durch die „Pole & Line“-Fischerei oder vom Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert wurde. Die Initiative verfolgt das Ziel, die Nachfrage nach Thunfisch aus nachhaltiger Fischerei zu steigern und zu einem Umdenken hinsichtlich globaler Fangpraktiken beizutragen.
Die Partnerschaft ist anfänglich auf zwei Jahre bis Ende 2018 begrenzt und folgt auf andere Gemeinschaftsinitiativen mit dem WWF, unter anderem in Finnland und im Vereinigten Königreich. Die auf vier Jahre ausgelegte Zusammenarbeit mit dem WWF im Vereinigten Königreich wurde 2014 mit dem Ziel ins Leben gerufen, mehr Produkte von John West auf den MSC-Standard zu bringen und sich für ein Ende der illegalen, unregulierten und undokumentierten (IUU) Fischerei einzusetzen. Die Implementierung führender Branchenpraktiken mit vollständiger Rückverfolgbarkeit vom Schiff bis zum Teller, Prävention von IUU, die Verbesserung der Nachhaltigkeit von Fisch und Meeresfrüchten sowie die Förderung der ethischen Beschaffung sind Teil des Maßnahmenpakets.
Die Arbeit vor Ort mit den verschiedenen WWF-Büros basiert auch auf dem global ausgerichteten Ziel des John West Mutterkonzerns Thai Union, dass 100% der unternehmenseigenen Thunfischprodukte durch den MSC zertifiziert werden oder mindestens 75% dieser bis 2020 an einem Fischereiverbesserungsprojekt (FIP) teilnehmen.
„John West steht für nachhaltige Fischerei, um sicherzustellen, dass auch die zukünftigen Generationen Fisch aus unseren Ozeanen genießen können. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Partnerschaft mit dem WWF die Nachfrage nach – und damit auch branchenweite Umsetzung von – nachhaltigen Fangpraktiken vorantreiben kann“, so Hans ter Hedde, Vertriebsmanager von John West.
„Die Verbraucher spielen eine zentrale Rolle beim nachhaltigen Thunfischfang. Die sicherste Alternative für Verbraucher ist der Griff zu MSC-zertifiziertem Thunfisch. Wir arbeiten mit John West zusammen, um das Angebot an MSC-zertifiziertem Dosenthunfisch auf dem Markt zu steigern“, bekräftigt Axel Hein, Meeresexperte beim WWF Österreich.
Der WWF und John West verfolgen ein gemeinsames Ziel: die verantwortungsbewusste Handhabung und Nutzung der natürlichen Meeresressourcen. Die lokale Partnerschaft legt den Fokus vornehmlich auf den Thunfischfang, da jährlich mehr als 4 Millionen Tonnen Thunfisch weltweit für den Verzehr gefangen werden. Bedauerlicherweise droht zahlreichen Thunfischbeständen langfristig eine Überfischung und manche von ihnen sind bereits völlig überfischt. Eine höhere Nachhaltigkeit bei Dosenthunfisch ist von zentraler Bedeutung, um den globalen Markt für Fisch und Meeresfrüchte nachhaltig zu gestalten.
Rückfragehinweis: Theresa Gral, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Verfehlen der 2030-Ziele
Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen












