Juli-Abflüsse an 90 Prozent der Pegel-Messstellen sehr niedrig – Burgenland, Vorarlberg und Niederösterreich besonders betroffen – WWF fordert mehr Gewässerschutz und Renaturierung
Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag verweigert Auskünfte zu möglichen Sicherheitsrisiken
Der Tiroler Energiekonzern Tiwag hat den WWF-Fragenkatalog zu Sicherheitsrisiken rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal nur sehr lückenhaft beantwortet und kein einziges Dokument übermittelt. Demnach will die Tiwag zum Beispiel keine Gefahrenberichte, Flutwellen-Szenarien oder Hangrutsch-Monitorings rund um den Gepatsch-Speicher im Kaunertal veröffentlichen. Selbst eine Beschreibung der Monitoring-Methoden und der Reaktionen auf Klimaveränderungen verweigert der Landesenergiekonzern, wie aus der Replik auf die WWF-Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) hervorgeht.
„Die Sicherheit der Bevölkerung kann kein Staatsgeheimnis sein. Gerade ein landeseigener Konzern sollte transparent über seine Risikopläne und die Krisenvorsorge informieren – vor allem, wenn er die Gefahren öffentlich bei jeder Gelegenheit kleinredet“, sagt WWF-Experte Maximilian Frey. Daher bewertet der WWF die Tiwag-Reaktion als höchst aufklärungsbedürftig und hat bereits weitere Anfragen an die Tiroler Landesregierung und das Umweltministerium eingebracht. Zudem behält sich der WWF auf Basis des IFG weitere Nachfragen und gerichtliche Schritte gegen die Tiwag vor.
Der WWF fordert volle Transparenz für die Bevölkerung und eine unabhängige Prüfung, bevor die Planungen für den riskanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal weitergehen. „Mehrere Gutachten zum Verfahren zeigen Mängel bei der Berücksichtigung von Naturgefahren, die mit der Klimaveränderung häufiger und extremer werden. Den damit verbundenen Risiken und Sorgen der Bevölkerung muss sich endlich auch der Tiwag-Vorstand stellen“, fordert Maximilian Frey vom WWF.
Über die WWF-Anfrage gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG)
Die WWF-Anfrage an die Tiwag hat sich an den Leitfäden der im Umweltministerium angesiedelten Staubecken-Kommission orientiert. Die TIWAG unterliegt der Rechnungshof-Prüfpflicht, ist zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Tirol und nicht börsennotiert. Somit unterliegt sie der Informationspflicht nach dem IFG und ist zur Herausgabe von Informationen verpflichtet.
News
Aktuelle Beiträge
Toni Innauer wirbt für den Lech als „Fluss des Jahres“
Tiroler Wildfluss steht beim österreichweiten WWF-Voting zur Wahl – Olympiasieger mobilisiert für den Schutz der letzten naturnahen Flusslandschaften
Klimakrise als Brandbeschleuniger: WWF fordert mehr Tempo bei Waldumbau
Klimakrise erhöht Waldbrandgefahr in Österreich dramatisch – Monokulturen besonders anfällig – WWF fordert Stärkung der Wasserspeicher-Funktion naturnaher Wälder durch “Schwammwald-Offensive”
Good News: Nashorn-Wilderei in Namibia geht zurück
In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung










