Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
Klimakrise: WWF fordert Trendwende in der Waldbewirtschaftung
WWF zu fünf Jahre Paris-Klimavertrag: Intensive Bewirtschaftung verringert die Klimawirkung des Waldes – In Österreich sind nur elf Prozent sind als natürlich oder sehr naturnah einzustufen

Anlässslich des fünften Jahrestages des Pariser Klimavertrages am 12. Dezember macht die Naturschutzorganisation WWF Österreich auf die steigende Bedeutung klimafitter Wälder aufmerksam. „Durch die Klimakrise und das Artensterben sind wir besonders auf naturnahe Wälder angewiesen. Gleichzeitig führen die massiven Eingriffe des Menschen mit zu vielen Monokulturen, übermäßigen Entnahmen und Forststraßenbau sowie überhöhten Wildbeständen zu schädlingsanfälligen Wäldern. Übernutzte Wälder sind weder für die Artenvielfalt noch im Kampf gegen die Klimakrise eine große Hilfe“, warnt Karin Enzenhofer, Waldexpertin beim WWF Österreich. Wie der neue WWF-Waldbericht zeigt, sind nur elf Prozent des heimischen Waldes natürlich oder sehr naturnah, nur 0,8 Prozent davon sind effektiv geschützt. Hauptverantwortlich für den dramatisch geringen Anteil an artenreichen, klimafitten Naturwäldern ist die intensive Bewirtschaftung.
Die Naturschutzorganisation fordert eine Trendwende in der Waldbewirtschaftung. „Politik und Forstwirtschaft müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Intensive Bewirtschaftung und Monokulturen verursachen enorme Schäden – sowohl für die Ökologie als auch für die Forstwirtschaft selbst. Damit unser Wald seine Funktion als Klimaanlage, Kohlenstoffspeicher und Lebensraum für unzählige Organismen wieder voll und ganz ausüben kann, braucht es ein auf Ökologie ausgerichtetes Fördersystem und einen effektiven Schutz für die letzten Naturwälder“, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer. Eine nachhaltige Waldwende brächte darüber hinaus wesentliche volkswirtschaftliche Vorteile, wie der neue Bericht „Wald in der Krise“ darstellt.
Rückfragehinweis:
Vincent Sufiyan
Pressesprecher WWF Österreich
Tel.: 0676 834 88 308
E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at
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