Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Klimastreik: WWF fordert Akut-Programm gegen die Klimakrise
Österreich braucht eine klima- und naturverträgliche Politik, die unsere Lebensgrundlagen schützt und öko-soziale Anreize für eine stabile Zukunft schafft
Wien, am 25. September 2020. Anlässlich der Klimastreiks, die unter dem Motto „Fight Every Crisis“ stehen, fordern die Umweltschutzorganisation WWF Österreich und ihr Jugendnetzwerk Generation Earth ein Akut-Programm gegen die Klimakrise. „Unsere CO2-Bilanz ist ein Desaster und muss grundlegend saniert werden. Das erfordert eine Bundesregierung, die das Steuersystem komplett ökologisiert, umweltschädliche Subventionen abbaut und überall auf klimafreundliche Mobilität setzt. Parallel dazu braucht es eine gewaltige Energiespar-Offensive“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. Darüber hinaus muss die Politik den hohen Bodenverbrauch von 13 Hektar am Tag senken. “Wir müssen den Flächenfraß stoppen, weil er die Klimakrise verstärkt und die menschliche Gesundheit gefährdet“, bekräftigt Plattner.
Das WWF-Jugendnetzwerk Generation Earth fordert einen klimagerechten Neustart, der unser Klima und unsere Natur schützt. „Die andauernde politische Untätigkeit setzt unsere Zukunft leichtfertig aufs Spiel. Denn der bisherige Kurs zerstört die Biodiversität ebenso wie ein lebensfreundliches Klima. Entscheidend ist daher, dass die Politik jede Krise konsequent bekämpft – gerade jetzt, solange die Kurve der Klima-Eskalation noch abgeflacht werden kann“, sagt Magdalena Prieler, politische Sprecherin von Generation Earth.
Wien-Wahl: WWF für Ende der autozentrierten Verkehrspolitik
Auch Länder, Städte und Gemeinden müssen deutlich mehr gegen die Klimakrise tun. Anlässlich der kommenden Wien-Wahl fordert der WWF daher von der künftigen Landesregierung einen beschleunigten Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen und den Stopp fossiler Großprojekte wie der dritten Flughafenpiste und des Lobau-Tunnels unter dem Nationalpark. „Die autozentrierte Verkehrspolitik muss endgültig der Vergangenheit angehören. Nur so schaffen wir eine klimagerechte und verkehrssichere Stadt mit hoher Lebensqualität“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner und unterstützt in diesem Zusammenhang die 18 konkreten Vorschläge der Initiative „Platz für Wien“.
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leitung Politik und Kommunikation
volker.hollenstein@wwf.at
+43 664 501 31 58
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten
Good News: Rekordverdächtige Tiger-Großfamilie in China gesichtet
Extrem seltene Sichtung in Nordchina: Eine Amur-Tigerin streift dort mit gleich 5 Jungtieren durch die Wälder.
WWF: Neuer IPBES-Bericht sollte Weckruf für Politik und Wirtschaft sein
Report zeigt wirtschaftliche Risiken des Verlusts von Arten und Ökosystemen – WWF fordert Gegensteuern – „Wer ohne Rücksicht auf planetare Grenzen wirtschaftet, sägt am eigenen Ast“
WWF renaturiert einen der längsten natürlichen Flussabschnitte Österreichs
Naturschutzorganisation bereitet Abbruch von zwei Dämmen vor und vernetzt 57 Flusskilometer – Radlbach und Lieser damit für Fischarten wieder verbunden
Neue Petition: Umwelt-Allianz warnt vor Kahlschlag im EU-Naturschutz
WWF: Sauberes Wasser, geschützte Arten und Naturschätze durch EU-Pläne massiv bedroht – Über 50 Umweltverbände mobilisieren gegen Angriffe
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.










