Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
Klimastreik: WWF fordert Akut-Programm gegen die Klimakrise
Österreich braucht eine klima- und naturverträgliche Politik, die unsere Lebensgrundlagen schützt und öko-soziale Anreize für eine stabile Zukunft schafft
Wien, am 25. September 2020. Anlässlich der Klimastreiks, die unter dem Motto „Fight Every Crisis“ stehen, fordern die Umweltschutzorganisation WWF Österreich und ihr Jugendnetzwerk Generation Earth ein Akut-Programm gegen die Klimakrise. „Unsere CO2-Bilanz ist ein Desaster und muss grundlegend saniert werden. Das erfordert eine Bundesregierung, die das Steuersystem komplett ökologisiert, umweltschädliche Subventionen abbaut und überall auf klimafreundliche Mobilität setzt. Parallel dazu braucht es eine gewaltige Energiespar-Offensive“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. Darüber hinaus muss die Politik den hohen Bodenverbrauch von 13 Hektar am Tag senken. “Wir müssen den Flächenfraß stoppen, weil er die Klimakrise verstärkt und die menschliche Gesundheit gefährdet“, bekräftigt Plattner.
Das WWF-Jugendnetzwerk Generation Earth fordert einen klimagerechten Neustart, der unser Klima und unsere Natur schützt. „Die andauernde politische Untätigkeit setzt unsere Zukunft leichtfertig aufs Spiel. Denn der bisherige Kurs zerstört die Biodiversität ebenso wie ein lebensfreundliches Klima. Entscheidend ist daher, dass die Politik jede Krise konsequent bekämpft – gerade jetzt, solange die Kurve der Klima-Eskalation noch abgeflacht werden kann“, sagt Magdalena Prieler, politische Sprecherin von Generation Earth.
Wien-Wahl: WWF für Ende der autozentrierten Verkehrspolitik
Auch Länder, Städte und Gemeinden müssen deutlich mehr gegen die Klimakrise tun. Anlässlich der kommenden Wien-Wahl fordert der WWF daher von der künftigen Landesregierung einen beschleunigten Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen und den Stopp fossiler Großprojekte wie der dritten Flughafenpiste und des Lobau-Tunnels unter dem Nationalpark. „Die autozentrierte Verkehrspolitik muss endgültig der Vergangenheit angehören. Nur so schaffen wir eine klimagerechte und verkehrssichere Stadt mit hoher Lebensqualität“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner und unterstützt in diesem Zusammenhang die 18 konkreten Vorschläge der Initiative „Platz für Wien“.
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leitung Politik und Kommunikation
volker.hollenstein@wwf.at
+43 664 501 31 58
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