7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
Bei der von der Bundesregierung angekündigten Mehrwertsteuer-Senkung auf „Grundnahrungsmittel“ fordert der WWF einen klaren Fokus auf gesunde pflanzliche Lebensmittel, anstatt weitere klimaschädliche Subventionen zu schaffen. „Die Bundesregierung sollte vor allem die Steuern auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte halbieren. Das wäre sowohl gesundheits- als auch klimapolitisch sinnvoll“, sagt WWF-Ernährungsexpertin Julia Haslinger. „Völlig verfehlt“ wäre hingegen eine etwaige weitere Subventionierung des Fleischabsatzes.
Laut den österreichischen Ernährungsempfehlungen sollte der Konsum tierischer Produkte deutlich reduziert werden. Denn derzeit liegt zum Beispiel der Fleischkonsum mit 58 Kilo pro Kopf schon jetzt vier Mal höher als von führenden Fachleuten empfohlen. Zudem wäre eine indirekte Förderung des Fleischabsatzes eine weitere Subvention, die den Klima- und Biodiversitäts-Zielen der Republik widerspricht.
Steuer-Diskriminierung pflanzlicher Alternativen beenden
Darüber hinaus sollte die Bundesregierung die Benachteiligung pflanzlicher Milchalternativen beenden. Derzeit werden diese mit 20 Prozent doppelt so hoch besteuert wie tierische Milch. „Das ist ein unfairer Preis-Nachteil für all jene, die sich pflanzenbasiert und klimaschonend ernähren wollen“, sagt Julia Haslinger vom WWF. Eine Vereinheitlichung des Steuersatzes auf zehn Prozent würde zugleich neue Chancen für die heimische Landwirtschaft schaffen, da die Nachfrage nach regionalem Getreide und Hülsenfrüchten steigt.
News
Aktuelle Beiträge
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz










