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Motorsägen zum Wohle der Natur im Einsatz: Waldpflege in der Kranebitter Innau
Presseaussendung
Innsbruck, 21. Jänner 2016 – Das Forstamt der Stadt Innsbruck, die Österreichischen Bundesforste und der WWF führen in den nächsten Tagen im östlichen Teil der Kranebitter Innau Pflegemaßnahmen durch: Für die Au untypische Baumarten wie Fichten werden entfernt und im Frühjahr durch Setzlinge geeigneter Weiden- und Pappelarten ersetzt. Darüber hinaus müssen manche Bäume auch aus Sicherheitsgründen von den Wanderwegen entfernt werden. „Einige der neu entstandenen Lichtungen sollen danach bewusst der Natur überlassen werden, um die Artenvielfalt zu fördern“, erklärt Anton Vorauer vom WWF. Im nächsten Winter sind ähnliche Maßnahmen im westlichen Teil des Schutzgebietes geplant.
Die Österreichischen Bundesforste freuen sich, mit diesen Waldpflegemaßnahmen dazu beizutragen, dass wieder mehr wertvolle Tier- und Pflanzenarten in den Auwald zurückkehren können. Denn aufgrund der Eintiefung des Inns und flussbaulicher Maßnahmen im Uferbereich hat sich die Pflanzenwelt in der Kranebitter Innau in den letzten Jahrzehnten verändert. Au-untypische Bäume wie die Fichte konnten sich immer mehr ausbreiten und haben die ursprünglichen Baumarten verdrängt. Dadurch verloren spezialisierte Arten wie der Schillerfalter nach und nach wichtige Lebensräume. „Die Raupen dieser Falter brauchen breitblättrige Weidenarten als Futterpflanzen. Wir arbeiten daran, die Biotope Schritt für Schritt wieder einen naturnäheren Zustand zurück zu führen“, so Vorauer.
Um das sensible Sonderschutzgebiet Kranebitter Innau möglichst zu schonen, erfolgt der Einsatz in der Frostperiode unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf den Auwald. Die Fachkräfte der Bundesforste transportieren die gefällten Bäume möglichst behutsam aus dem Gebiet ab. Aus Sicherheitsgründen müssen daher für kurze Zeit gewisse Wege gesperrt werden. Diese sind mit dem Schild „Forstliches Sperrgebiet“ gekennzeichnet. Für Anfragen steht der Schutzgebietsbetreuer der Tiroler Landesregierung, WWF-Mitarbeiter Anton Vorauer gerne zur Verfügung.
Die Waldpflegemaßnahmen sind ein Baustein von weiteren Vorhaben des WWF am Inn und seinen Seitengewässern. In den nächsten Jahren soll weiter daran gearbeitet werden, bedrohte oder ausgestorbene Arten wieder an den Inn zurückzubringen.
Fotos sind auf Rückfrage unter presse@wwf.at erhältlich.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Anton Vorauer, Schutzgebietsbetreuer der Landesregierung und WWF, Tel. 0676 83 488 401, E-Mail: vorauer@ecotone.at
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