Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
Nach Tiwag-Schwenk: WWF fordert endgültige Kaunertal-Absage
Die Naturschutzorganisation WWF begrüßt das politisch verkündete Aus für die Tiwag-Wasserableitungen aus dem Ötztal im Zuge der geplanten Erweiterungspläne des Kraftwerks Kaunertal und fordert weitere Schritte. „Das Ötztal quasi zu entwässern, wäre in jeder Hinsicht ein Fiasko geworden. Im nächsten Schritt muss der Landeshauptmann Nägel mit Köpfen machen und den gesamten Kaunertal-Ausbau absagen, der jetzt endgültig keinen Sinn mehr macht. Stattdessen sollte die Tiwag endlich die bekannten Alternativen angehen, die ohne großflächige Naturzerstörung auskommen”, fordert WWF-Gewässerschutzexperte Maximilian Frey. Denn ohne ein Umdenken drohe ausgerechnet dem wertvollen Platzertal die totale Zerstörung. „Angesichts der gekoppelten Klima- und Biodiversitätskrise wäre es verheerend, wenn ein weiteres hochalpines Alpenjuwel mit seinen naturbelassenen Weideflächen geflutet würde”, sagt Frey.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen warnt der WWF vor einem möglichen Täuschungsmanöver von Politik und Tiwag. „Der Tiwag-Konzern besitzt derzeit immer noch die Wasserrechte am Ötztaler Wasser. Die endgültige Sicherheit für die Bevölkerung, dass das Wasser im Ötztal bleibt, gibt es daher nur, wenn das gesamte Kaunertal-Ausbauprojekt gestoppt wird. Ansonsten könnten die Wasserleitungen später einmal wieder durch die Hintertür kommen”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
Der WWF fordert erneut die ernsthafte Prüfung der Studie, wonach als Alternative die Pumpspeicherkapazitäten in der bestehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz aufgerüstet werden können. „Das wäre nicht nur schneller und günstiger realisiert als der Kaunertal-Ausbau, sondern würde auch ohne zusätzliche Naturzerstörung auskommen. Daher sollte die Tiwag dieses Projekt endlich ernsthaft angehen, anstatt es ständig nur wegzuwischen”, betont Maximilian Frey vom WWF.
Fotos des Platzertals gibt es hier: https://wwf-bilder.px.media/share/1717489697lj9u56m7LXgRZG
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten










