Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
In Europa sind Luchse mittlerweile sehr selten geworden. Umso schöner sind die Neuigkeiten aus dem Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich: Seit 2020 wächst der Luchsbestand in den Südostalpen an! 2024 konnten 16 erwachsene Tiere und sogar 6 Jungtiere nachgewiesen werden. Insgesamt wurden seit 2021 mindestens 21 Luchsjunge geboren. Auch Luchsin Talia, die nach ihrer Freilassung 2023 von Italien weiter nach Slowenien gewandert war, hat 2024 wieder zwei Junge zur Welt gebracht.
Leider gab es aber auch schockierende Zwischenfälle: Zwei der im Jahr 2022 freigelassenen Luchsinnen waren weiter nach Österreich gewandert. Doch bald darauf wurde Luchsin Sofia in Kärnten illegal abgeschossen. Luchsin Margy streift aber immer noch im Raum Murau umher und findet hoffentlich bald einen Artgenossen.
Das Projekt ULyCA2 der Carabinieri Forestali, der regionalen Forstbehörde und des Progetto Lince Italia der Universität Turin, das vom WWF und von zahlreichen öffentlichen Stellen, Verbänden und Zoos unterstützt wird, möchte den Luchsbestand in Italien stärken. Schon seit den 1970er Jahren gibt es immer wieder Wiederansiedelungsversuche in Österreich und den Nachbarländern. Der WWF unterstützt die Luchs-Freilassungen – denn wenn rund um die Grenzen Österreichs mehr Luchse leben, erhöht das auch die Chance, dass die Tiere nach Österreich wandern.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Tiwag will Gefahrenanalysen weiter geheim halten
Energiekonzern bekämpft gerichtlich angeordnete Herausgabe vor Verfassungsgerichtshof – WWF kritisiert Geheimhaltung sicherheitsrelevanter Informationen – Unterlagen auch für Kaunertal-Ausbau relevant
WWF kritisiert zynische Werbung mit Tierleid: Versicherungsanbieter muss Kampagne stoppen
„Reh umgefahren – halb so wild“: Versicherung verharmlost Wildunfälle – WWF fordert Rücknahme des Sujets und verantwortungsvolle Werbung
WWF: Österreich verschwendet täglich rund 140 Lkw-Ladungen Lebensmittel
Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
WWF warnt vor Ausweitung von Kärntens rechtswidriger Abschusspolitik
Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: Renaturierungsprojekte auf über 67 Kilometern im „Amazonas Europas“
WWF-Bilanz zu fünf Jahren UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau: Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von über 67 Kilometern Flussabschnitten und Seitenarmen teils abgeschlossen oder in Umsetzung – Pläne für weitere 270 Flusskilometer liegen vor
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
Vor 8 Monaten wurden die Tiroler Bison-Kuh Ina und ihre Herde nach Aserbaidschan umgesiedelt. Und das Projekt zeigt Erfolge: Die Herde hat sich gut eingelebt und es wurde sogar bereits das erste Kalb geboren.
WWF: Vorarlberg schwächt Naturschutz und Rechtssicherheit
Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
WWF-Umfrage: Führungskräfte sehen ökologischen Umbau als Wettbewerbsvorteil
Europäische Führungskräfte befragt: 55 Prozent bewerten Folgen der EU-Deregulierung negativ oder gemischt – WWF fordert verlässliche Umweltpolitik statt Zick-Zack-Kurs













