Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Naturfreunde Tirol: Innschutz-Verordnung ist längst überfälliger Schritt zum Schutz wichtiger Arten
Innsbruck, 16.02.2018. – In der Diskussion um die freie Fließstrecke am Inn melden sich nun auch die Naturfreunde Tirol zu Wort.
„Der Inn hat ein außergewöhnlich hohes Potential. Hier kann man die schon bestehende wirtschaftliche Nutzung mit ökologischer Vielfalt und viel Raum für Sport und Erholung vereinbaren“, erläutert Univ.-Prof. Leopold Füreder, Vorsitzender der Naturfreunde Tirol. „Ich habe oft das Gefühl, die Tiroler Politik ist sich gar nicht bewusst, wie einzigartig für die Alpen unser Landesfluss ist.“
Die Leitfischarten im Inn sind Forellen und Äschen, auch der bis zu 1,5 Meter lange „Donaulachs“ Huchen kommt im Inn vor. „Alle diese Arten sind typische Wanderfische, die in ihrem Lebenszyklus den Fluss auf-und abschwimmen müssen. Für das Überleben dieser Arten ist diese durchgehende Fließstrecke also immens wichtig“, erklärt Füreder weiter. „Wenn wir wollen, dass diese Fische, genauso wie andere flussassoziierte Pflanzen und Tiere, weiterhin natürlich im Tiroler Innsystem vorkommen, dann brauchen wir stille Auengewässer, unverbaute Seitenbäche und eben auch die freie Fließstrecke am Inn.“
Naturfreund Univ.-Prof. Füreder: „Der Schutz der freien Fließstrecke wäre ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung.“
WWF: Letzte Chance für Landesregierung
„Kommenden Montag hat die Landesregierung die letzte Chance, die seit Jahren geplante Innschutz-Verordnung noch vor der Wahl zu beschließen“, sagt Inn-Expertin Elisabeth Sötz vom WWF. „Landeshauptmann Platter hat im Wahlkampf bereits versprochen, dass die Verordnung kommt. Aber schon in den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass die Strecke, die das Land schützen will, immer kürzer geworden ist.“ So sieht der aktuelle Verordnungsentwurf Schutz für 80 Kilometer oder 53 Prozent der bestehenden freien Fließstrecke vor. „Wird der Beschluss jetzt wieder vertagt, befürchten wir, dass irgendwann nur mehr 15 Kilometer von Kranebitten bis Hall übrig bleiben. Das nützt dem Inn und seinem Ökosystem dann gar nichts mehr.“
Verordnung ist beschlussreif
Dass es keine rechtlichen Bedenken gegen die Verordnung gibt, hat erst vergangene Woche die Rechtsexpertin Teresa Weber von der Universität Salzburg bestätigt. Sötz: „Die Verordnung ist eindeutig beschlussreif. Alles andere ist Verzögerungstaktik. Das Naturjuwel Inn muss endlich geschützt werden.“
Lesen Sie auch: Rechtsexpertin gibt grünes Licht für Innschutz-Verordnung; https://www.wwf.at/de/rechtsexpertin-gibt-gruenes-licht-fuer-inn-schutz-verordnung [WWF-PA vom 12.2.2018]
Rückfragehinweis:
Elisabeth Sötz, Inn-Expertin des WWF Österreich, +43 676 83488 304, elisabeth.soetz@wwf.at
Martin Hof, Pressesprecher WWF Österreich, +43 676 83488 306, martin.hof@wwf.at
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