Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Neues Kinderbuch “Bio-Diversi-Was?” dreht sich um die Artenvielfalt
“Bio-Diversi-Was?” So heißt das neue Buch von Autorin Andrea Grill und Illustratorin Sandra Neuditschko, das kommende Woche in Kooperation mit dem WWF erscheint. “Die Erde ist bunt und lebendig” lautet das Motto, wenn die Artenvielfalt an vielen Beispielen aus Tier- und Pflanzenwelt leicht verständlich erklärt wird. Artenspezfische Eigenschaften werden dabei im witzig-informativen Interviewstil vom Ameisenbläuling über den Feldhamster bis hin zum Zuckertang nicht nur kindgerecht aufbereitet, sondern auch mit vielen Bildern anschaulich gemacht. Weil die Artenvielfalt vielerorts stark abnimmt, stehen viele Lebewesen aber vor existenziellen Problemen: So erzählt etwa ein Feldhamsterweibchen, dass es während der warmen Jahreszeit einen Körnervorrat von mindestens zwei Kilo anlegen muss, um den Winter zu überstehen – leider gelingt das immer seltener, “weil kein Platz da ist, alles zubetoniert. Und überall Gifte gegen Insekten, Gifte gegen Pflanzen. Brrr.”
Auch ein Blauwal erzählt aus seinem Alltag: Etwa, dass er Tag für Tag rund 50 Millionen Leuchtgarnelen fressen muss, um zu überleben – aber nur im Sommer, denn im Winter frisst er gar nichts. Wovor sich der 33 Meter lange, 200 Tonnen schwere und 110 Jahre alte Blauwal am meisten fürchtet, ist übrigens eine Kollision mit einem Containerschiff – denn die würde er nicht überleben. Gefährlich werden ihm aber auch Schleppnetze, die breite Schneisen in seinen Lebensraum in der Tiefsee reißen und dabei auch noch viel klimaschädliches CO2 freisetzen.
Auf 208 Seiten gibt es für die junge Leserschaft aber auch eine Menge Mitmach-Möglichkeiten: Den Lebensraum Wiese selber zu zeichnen wird da genauso vorgeschlagen wie etwa ein Experiment, bei dem man den Salzgehalt des Meeres in einem Liter Wasser selber mischt. Am Ende jedes Kapitels gibt es Bastelanleitungen, Forschungsblätter oder Rätsel, die nicht nur schlau machen, sondern die Kinder auch zum selbständigen Handeln auffordern, um so die Artenvielfalt auf unserem Planeten zu erhöhen und sich damit aktiv für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur einzusetzen.
Bio-Diversi-Was? richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und erscheint am 4. September im Leykam-Verlag. Weitere Informationen unter: www.leykamverlag.at/produkt/bio-diversi-was
News
Aktuelle Beiträge
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt









