Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Paukenschlag für den Schutz der Mur: Slowenischer Umweltminister stoppt alle Kraftwerkspläne
.
Schutz der Mur: Slowenischer Umweltminister stoppt alle Kraftwerkspläne
Verordnung des Umweltministers Jure Leben schafft langfristigen Schutz der slowenischen Mur an der Grenze zur Steiermark – WWF begrüßt Beschluss des Ministers – Zur Erlangung der Rechtskraft braucht es jetzt rasche Bestätigung durch die slowenische Regierung
Wien, Laibach, am 14. Februar 2019 – Bereits mit Anritt der neuen slowenischen Regierung im September 2018 war der Schutz der Mur vor neuen Wasserkraftwerken Teil des Koalitionsabkommens. Am gestrigen Mittwoch legte Umweltminister Jure Leben nun die rechtliche Grundlage dazu vor. In einem Verordnungsentwurf wird dem slowenischen Stromkonzern „Draukraftwerke Maribor“ die Konzession für die Planung und die Errichtung der acht geplanten Murkraftwerke entzogen. Darüber hinaus bestätigt Jure Leben den Stopp des Umweltprüfungsverfahrens für den Bau des ersten Kraftwerks „Hrastje-Mota“. „Umweltminister Leben macht Nägel mit Köpfen. Er setzt das Versprechen der slowenischen Regierung, die freifließende Mur für nachfolgende Generationen zu erhalten, sehr zügig um“, freut sich Arno Mohl, Programmleiter „Mur-Drau-Donau“ beim WWF Österreich.
Begründet wird die Entscheidung gegen die Kraftwerke mit den irreversiblen negativen Umweltauswirkungen und der Gefährdung der Trinkwasserversorgung von 46.000 Einwohnern der Murgemeinden. Weiters wird hervorgehoben, dass Wasserkraftwerke und die damit einhergehende Schädigung des Flusssystems, den erst im Jänner 2019 feierlich eröffneten Biosphärenpark Mur in Slowenien konterkarieren und den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Murregion gefährden würden.
Der WWF pocht nun auf eine rasche Bestätigung der Verordnung durch die slowenische Regierung nach einer zweiwöchigen öffentlichen Anhörungsfrist, sodass diese Rechtskraft erlangt. „Damit wären die Kraftwerke endgültig Geschichte und der Biosphärenpark könnte mit Leben erfüllt werden“, ist Mohl überzeugt. Von einem solchen zukunftsfähigen Modellprojekt für eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung, würde die gesamte Murregion grenzübergreifend profitieren.
Die Auengebiete in Slowenien wurden erst im Juli 2018 von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt und dieser im vergangenen Jänner feierlich eröffnet. Gemeinsam mit den Flussgebieten der Nachbarländer Österreich, Kroatien, Ungarn und Serbien soll daraus der weltweit erste Fünf-Länder-Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau“ entwickelt werden.
Die österreichische Mur an der Grenze zu Slowenien mit den Gemeinden Bad Radkersburg, Halbenrain, Mureck und Murfeld fügt sich als letzter Baustein voraussichtlich Mitte Juni 2019 in den dann insgesamt 850.000 Hektar großen UNESCO-Biosphärenpark am „Amazonas Europas“ ein.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









