Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
Recht und Gesetz klimafit und naturverträglich ausrichten
WWF Österreich begrüßt aktuelle Vorschläge des Klimavolksbegehrens und fordert strukturelle Reformen von der Politik – Klima und Biodiversität müssen gemeinsam geschützt werden
Wien, am 20. Oktober 2020. Anlässlich der am Dienstag präsentierten Vorschläge des Klimavolksbegehrens fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ein umfassendes Maßnahmen-Programm für eine wirksame Klimapolitik – vom rechtlich verbindlichen Treibhausgasbudget über die Stärkung der Grundrechte bis zum eigenen Klima-Rechnungshof samt Klima- und Biodiversitäts-Check für alle Gesetze. „Unsere Verfassung und unsere Gesetze müssen auf allen Ebenen klimafit und naturverträglich ausgerichtet werden. Denn der notwendige Ausstieg aus Öl und Gas wird nur dann gelingen, wenn die Politik auch die dahinter liegenden Strukturen angreift. Dafür braucht es mehr Mut, mehr Konsequenz, mehr Kontrolle“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner.
Der WWF fordert ein wissenschaftsbasiertes Klimaschutzgesetz, das vom Papiertiger zum echten Reform-Turbo wird. „Das bisherige System ist gescheitert. Weder der Pariser Klimavertrag noch die eigenen Gesetze und Versprechen können damit erfüllt werden. Auch die Klimaneutralität 2040 steht zwar im Regierungsprogramm, ist aber noch nirgends rechtlich verankert. Das muss sich dringend ändern“, fordert WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. Zudem gehört das Steuersystem rasch öko-sozial reformiert, während umweltschädliche Subventionen überall abgebaut werden.
Parallel zur massiven Reduktion der CO2-Emissionen muss auch der Naturschutz konsequent beachtet und gefördert werden. „Klimarelevante Ökosysteme – von Mooren und Feuchtgebieten bis zu Flüssen und Bächen – müssen umfassend geschützt und saniert werden, bevor es zu spät ist. Eine intakte Biodiversität ist unsere Lebensversicherung“, bekräftigt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner unter Verweis auf zahlreiche Studien. Erst am Montag hat ein Bericht der Europäischen Umweltagentur offengelegt, wie groß die Defizite Österreichs beim Schutz der Lebensräume und Arten sind.
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leitung Presse und Kommunikation WWF Österreich
volker.hollenstein@wwf.at
+43 664 501 31 58
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan










