Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
Schmelzendes Polareis macht Eisbären zu Langstreckenschwimmern
Ottawa/Kanada, 21. Juli 2011 – Durch den Klimawandel und das schmelzende Polareis müssen Eisbären immer längere Distanzen schwimmen um stabiles Eis oder Land zu finden. Das hat zur Folge, dass vor allem junge Eisbären stärker gefährdet sind und ihre Sterblichkeitsrate sich erhöht. Das hat nun die erste empirische Studie im Rahmen der Klimawandelforschung herausgefunden, an der der WWF mitwirkte. „Der Klimawandel zieht buchstäblich das Eis unter den Beinen der Eisbären weg und sie müssen viel länger schwimmen um Lebensräume und Futter zu finden“, warnt der WWF-Eisbärexperte Geoff York. Die Sterblichkeit bei den jungen Eisbären erhöhte sich durch den Klimawandel auf fast die Hälfte der beobachteten Tiere.
Die neue Studie ist die erste ihrer Art, die den neuen Trend der letzten Jahre beweist. Frühere Untersuchungen fanden nur einzelne Eisbären, die zu Langstreckenschwimmern werden mussten. Die Studie dauerte von 2004 bis 2009. Die Wissenschaftler brachten insgesamt 68 Peilsender an weiblichen Polarbären an und kombinierten die Schwimmrouten mit Satellitenbildern des schmelzenden Polareises. So konnten sie feststellen, welche Bären mehr als 30 Meilen (knapp 50 Kilometer) schwammen. Mehr als 50 Fälle wurden festgestellt, in denen im Lauf der sechs Jahre 20 der beobachteten Bären diese Strecke schwimmen mussten. In knapp 13 Tagen musste ein Bär sogar 426 Meilen (rund 690 Kilometer) schwimmen. Elf der Bärinnen, die diese langen Strecken schwimmen mussten, hatten Junge dabei. Fünf von ihnen verloren ihre Jungen beim Schwimmen der langen Strecken. Das entspricht einer Mortalitätsrate von 45 Prozent. Bei den Bären, die nicht so weit schwammen, lag die Sterblichkeit bei 18 Prozent. Die Studie wurde bei Eisbären in der südlichen Beaufort- und der Tschuktschensee durchgeführt.
Das Langstreckenschwimmen führt bei den Eisbären zu einer raschen Ermüdung, wodurch sie leichter ertrinken. Wie Menschen können sie ihre Nasenlöcher während des Schwimmens nicht schließen und drohen bei rauer See zu ertrinken. Juntiere haben ein höheres Risiko zu ertrinken. Durch ihre kleinere Größe und ihre noch nicht so gut ausgebildeten Fett- und Energiereserven ermüden sie schneller und sterben an Unterkühlung. Eisbären gehören heute zu den vom Aussterben bedrohten Arten.
Das arktische Eis erreichte heuer im Juli einen Rekordrückgang. Das Eisvolumen entspricht heute nur mehr 47 Prozent im Vergleich zu 1979, als die Satellitenaufzeichnungen begannen. Dabei wird das Polareis erst im September seinen Tiefststand erreichen.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













