Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
Schutzstatus Wolf: WWF kritisiert “populistischen Angriff auf Artenschutz”
Die Naturschutzorganisation WWF Österreich kritisiert die Abschwächung des Schutzstatus für den Wolf in der Berner Konvention als völlig falsches Signal. “Die regierende Politik verweigert die Hausaufgaben und startet stattdessen einen populistischen Angriff auf den Artenschutz. Tatsächlich notwendig wäre eine gut geplante Herdenschutz-Offensive“, sagt WWF-Experte Christian Pichler. Das Vorgehen sei wissenschaftlich nicht gedeckt und könne insgesamt kontraproduktiv wirken. “Die Änderung der Berner Konvention öffnet auch das Tor zum Aufweichen der FFH-Richtlinie – mit weitreichenden Konsequenzen für andere gefährdete Arten und den gesamten Naturschutz in der EU.” Als heimische Wildtiere und Beutegreifer sind Wölfe ein natürlicher Beitrag zur Artenvielfalt. Sie verhindern die Ausbreitung von Krankheiten und stärken im Idealfall auch die wichtigen Schutzwälder, weil sie zu hohe Wildbestände reduzieren können.
Sollte auch der EU-Schutzstatus des Wolfs um eine Kategorie gesenkt werden, bleibt dennoch die rechtliche Vorgabe, dass der Wolf in einen günstigen Erhaltungszustand gebracht werden muss. Mit derzeit nur fünf Rudeln ist Österreich jedoch sehr weit von dieser Vorgabe entfernt. Somit ist eine reguläre Bejagung des Wolfs in Österreich weiterhin ausgeschlossen, wie es im Juli auch der Europäische Gerichtshof bestätigt hat.
Dennoch wäre das langfristige Überleben des Wolfs in Österreich mit einer Absenkung erschwert. Denn einerseits würden aus den Nachbarländern mit bereits günstigem Erhaltungszustand weniger Wölfe zuwandern, wenn diese vermehrt gejagt werden. Außerdem belegen Studien, dass ein verringerter Schutzstatus und damit eine Zunahme der legalen Jagd auch zusätzliche illegale Tötungen auslöst. Darüber hinaus gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, die überzeugend darlegen können, dass Abschusserlaubnisse soziale und wirtschaftliche Konflikte im Zusammenhang mit Wölfen entschärfen. Das gelingt nur durch die Finanzierung und fachgerechte Umsetzung des Herdenschutzes.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Tirol: Gericht bestätigt Absage an Kalserbach-Kraftwerk
Landesverwaltungsgericht weist Beschwerde der Gemeinde Kals ab – Natura 2000-Schutz kann Vorrang vor Wasserkraft-Ausbau haben – WWF fordert endgültigen Projektstopp










