Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
Sensation in Asien: Säugetierart in Vietnam wiederentdeckt
Hanoi/Vietnam, 13. 11. 2013 – Das seltene Saola-Waldrind in Asien ist nicht ausgestorben. Dieser Nachweis gelang der Naturschutzorganisation WWF nun erstmals seit 1999. Ein Exemplar der erst 1992 entdeckten Säugetierart wurde im vietnamesischen Regenwald von einer WWF-Kamerafalle fotografiert. „Der WWF will diese seltene Art aus der Familie der Hornträger unbedingt vor dem Aussterben retten“, so Stefan Ziegler, WWF-Referent für die Region.
„Als wir zum ersten Mal die Fotos aus der Kamerafalle sahen, konnten wir es kaum glauben. Das Saola ist so etwas wie der Heilige Gral unter den Tierarten Südostasiens“, freut sich Stefan Ziegler. „Das Saola ist nicht nur eine der spektakulärsten, zoologischen Entdeckungen der vergangenen 50 Jahre, sondern stellt auch ein großes Mysterium dar. Wir wissen bis heute kaum etwas über die Lebensweise und die Zahl der noch existierenden Tiere.“ Die Wiederentdeckung ist ein positives Signal für die Zukunft dieser stark bedrohten Art“, so Ziegler.
Der Lebensraum des Waldrinds – die Annamiten-Region – erstreckt sich über die Grenzregion zwischen Laos und Vietnam. Während auf laotischer Seite vor allem der illegale Holzeinschlag den Lebensraum bedroht, stellt die Wilderei auf der vietnamesischen Seite ein Problem dar, so der WWF. Um das Saola vor dem Aussterben zu bewahren, wurde in den beiden Ländern ein Netz aus Schutzgebieten und Korridoren eingerichtet.
Parallel dazu versucht der WWF gemeinsam mit Wissenschaftlern mehr über Populationsgröße und Lebensweise des Waldrindes herauszufinden um mit Hilfe neuer Erkenntnisse die Schutzmaßnahmen verbessern zu können. „Optimistische Schätzungen gehen von einigen hundert Saolas aus. Es könnten auch nur noch ganz wenige Individuen existieren“, befürchtet Stefan Ziegler. Das Forschungsprojekt, durchgeführt vom WWF und den vietnamesischen Forstbehörden ist Teil eines Vorhabens, das den Artenreichtum in den Wäldern Südostasiens bewahren will.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at
Diese hier zum Download stehenden Fotos stehen Medien zum Abdruck unter der Nennung des Fotocredits und im Zusammenhang mit einer Erwähnung des WWF im Beitrag kostenfrei zur Verfügung und dürfen nicht archiviert werden.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













