Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Die Umweltschutzorganisation WWF kritisiert die jüngsten Aussagen aus der Bundesregierung, auf wirksame Energiespar-Maßnahmen und -Kampagnen zu verzichten. „Wer beim Energiesparen auf der Bremse steht, riskiert Versorgungsengpässe, wenn sich die Energiekrise weiter verschärft. Daher darf sich die Regierung hier nicht einfach wegducken“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. „Gerade in einer akuten Energiekrise ist es entscheidend, alle verfügbaren Potenziale zu nutzen. Das würde die Versorgungssicherheit verbessern, Haushalte und Unternehmen entlasten und den Klimaschutz stärken.“
Der WWF verweist dabei auch auf die Empfehlungen der Internationalen Energieagentur, die seit Beginn der Energiekrise konkrete, rasch umsetzbare Energiespar-Maßnahmen vorgelegt hat. „Energiesparen wirkt sofort, senkt Kosten und reduziert Abhängigkeiten. Dass die Bundesregierung diese Chance bisher ungenutzt lässt, ist völlig unverständlich“, so Auer. Sie fordert daher insbesondere eine große Energiespar-Offensive, niedrigere Tempolimits sowie ein Sofortprogramm für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Besonders kritisch sieht der WWF das Ausbleiben gezielter Informations- und Bewusstseinskampagnen. „Ohne klare Kommunikation und Anreize bleibt ein enormes Einsparpotenzial liegen. Die Menschen sind bereit zu handeln, aber sie brauchen Orientierung und Unterstützung“, sagt Viktoria Auer vom WWF.
Der WWF fordert daher ein rasches Umdenken der Bundesregierung. Verbindliche Energiespar-Maßnahmen und breit angelegte Bewusstseinsbildung seien zentrale Bausteine einer wirksamen Krisen- und Klimapolitik. „Gerade jetzt braucht es daher entschlossenes Handeln statt Stillstand“, sagt Auer.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau










