Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Die Umweltschutzorganisation WWF kritisiert die jüngsten Aussagen aus der Bundesregierung, auf wirksame Energiespar-Maßnahmen und -Kampagnen zu verzichten. „Wer beim Energiesparen auf der Bremse steht, riskiert Versorgungsengpässe, wenn sich die Energiekrise weiter verschärft. Daher darf sich die Regierung hier nicht einfach wegducken“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. „Gerade in einer akuten Energiekrise ist es entscheidend, alle verfügbaren Potenziale zu nutzen. Das würde die Versorgungssicherheit verbessern, Haushalte und Unternehmen entlasten und den Klimaschutz stärken.“
Der WWF verweist dabei auch auf die Empfehlungen der Internationalen Energieagentur, die seit Beginn der Energiekrise konkrete, rasch umsetzbare Energiespar-Maßnahmen vorgelegt hat. „Energiesparen wirkt sofort, senkt Kosten und reduziert Abhängigkeiten. Dass die Bundesregierung diese Chance bisher ungenutzt lässt, ist völlig unverständlich“, so Auer. Sie fordert daher insbesondere eine große Energiespar-Offensive, niedrigere Tempolimits sowie ein Sofortprogramm für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Besonders kritisch sieht der WWF das Ausbleiben gezielter Informations- und Bewusstseinskampagnen. „Ohne klare Kommunikation und Anreize bleibt ein enormes Einsparpotenzial liegen. Die Menschen sind bereit zu handeln, aber sie brauchen Orientierung und Unterstützung“, sagt Viktoria Auer vom WWF.
Der WWF fordert daher ein rasches Umdenken der Bundesregierung. Verbindliche Energiespar-Maßnahmen und breit angelegte Bewusstseinsbildung seien zentrale Bausteine einer wirksamen Krisen- und Klimapolitik. „Gerade jetzt braucht es daher entschlossenes Handeln statt Stillstand“, sagt Auer.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Umfrage: Führungskräfte sehen ökologischen Umbau als Wettbewerbsvorteil
Europäische Führungskräfte befragt: 55 Prozent bewerten Folgen der EU-Deregulierung negativ oder gemischt – WWF fordert verlässliche Umweltpolitik statt Zick-Zack-Kurs
Namlosbach: WWF kritisiert irreführende Aussagen der E-Werke Reutte
Massiver Eingriff in geschützten Bach wird als ökologisch unbedenklich dargestellt – WWF kritisiert Schönfärberei und fordert Projektstopp
Artenschutzprojekt im Kaukasus erfolgreich: Herde mit Tiroler Bison-Kuh „Ina“ wächst
WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert
WWF zur UVP-Novelle: Umweltprüfung für Rechenzentren muss strenger werden
Aufnahme ins UVP-Gesetz positiver erster Schritt – WWF fordert niedrigere Schwellenwerte für UVP-Pflicht – In schutzwürdigen Gebieten ist geplanter Wert zehn Mal höher als ökologisch vertretbar
147 Jungvögel: Nachwuchsrekord bei Marchegger Weißstörchen
Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen










