Juli-Abflüsse an 90 Prozent der Pegel-Messstellen sehr niedrig – Burgenland, Vorarlberg und Niederösterreich besonders betroffen – WWF fordert mehr Gewässerschutz und Renaturierung
Silvester: Stressnacht für Tiere und Umwelt – WWF fordert Verbot von Böller-Verkauf
Angesichts der jährlichen Lärm- und Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerke fordert der WWF Österreich mit einer Petition ein umfassendes Verbot von Böllern und Raketen. “Silvester bedeutet für viele Wild- und Haustiere enormen Stress. Lärm, Lichtblitze und Gestank lösen panikartige Reaktionen aus”, warnt Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich. Außerdem wirkt sich der Feinstaub negativ auf Umwelt und Gesundheit aus. Der WWF appelliert daher an die Bundesregierung, Verkaufsverbote für Personen ohne Pyrotechnikausweis für Feuerwerkskörper der Klasse F2 – auch Kleinfeuerwerk genannt – einzuführen. “Die bereits jetzt gültigen Verwendungsverbote im Ortsgebiet und in der Nähe von Krankenhäusern oder Tierheimen können in der Praxis nicht durchgesetzt werden und reichen daher nicht aus, um Tiere, Natur und Menschen zu schützen”, so Simons. Daher sollen der Besitz und die Nutzung pyrotechnischer Produkte außerhalb professioneller Veranstaltungen konsequent reguliert werden. “Was wir brauchen, ist ein klares, ganzjähriges Verbot von Feuerwerken in Schutzgebieten, in der Nähe von Gewässern und bei wichtigen Brutplätzen von Vögeln“, sagt Simons.
Die schmutzige Seite der Silvesternacht
Trotz bestehender Regelungen wie dem Verbot im Ortsgebiet und in der Nähe von Tierheimen, Krankenhäusern und Altersheimen wird vielerorts weiter gezündelt. Die Schäden sind jedes Jahr aufs Neue sichtbar. Pyrotechnik und deren Rückstände führen zu messbarer Luftverschmutzung sowie einer Belastung von Böden und Gewässern. Jedes Jahr bleiben hohe Feinstaubwerte, krebserregende Schadstoffe, Müllberge und Mikroplastik als schmutzige Seite der Silvesternacht zurück. Zudem führen gefährliche Feuerwerkskörper, die derzeit noch an Jugendliche ab 16 Jahren verkauft werden dürfen, zu Bränden, Unfällen und sogar Todesfällen. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung Verantwortung übernimmt: Silvester muss nachhaltiger, tierfreundlicher und sicherer werden“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.
Die Auswirkungen von Feuerwerken und Böllern auf Wildtiere sind besonders gravierend: Sie können Zug- und Wanderverhalten beeinträchtigen, zu Fluchtreaktionen führen oder Fortpflanzungsprozesse stören. Als tier- und umweltschonende Alternativen nennt der WWF moderne Lichtshows oder Lasertechnik, die weder Tiere noch Menschen belasten und gleichzeitig stimmungsvolle Silvesterfeiern ermöglichen.
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