Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
Silvester: WWF fordert Verkaufsverbot von Böllern und Raketen
Anlässlich des jährlichen Silvesterfeuerwerks fordert die Naturschutzorganisation WWF ein weitgehendes Verkaufs- und Verwendungsverbot für Böller und Raketen in Österreich. Grund sind die negativen Folgen von Feuerwerken für Mensch, Tier und Umwelt. “Wild- und Haustiere leiden massiv unter Feuerwerken. Lärm, grelle Blitze und Schwefelgeruch sorgen für Dauerstress. Zusätzlich verschmutzen Feuerwerkskörper unsere Luft, Böden und Gewässer”, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Darüber hinaus gibt es immer wieder Brände, Tote und Verletzte durch gefährliche Feuerwerkskörper, die derzeit schon ab 16 Jahren gekauft werden dürfen.
Die geltende Rechtslage sieht zwar bereits Verbote vor – insbesondere im Ortsgebiet, in der Nähe von Krankenhäusern, Alters- und Tierheimen. Allerdings werden diese Regeln häufig ignoriert und sind in der Praxis nur schwer durchzusetzen. “Das führt zu sinnlosem Tierleid und massiver Umweltverschmutzung. Die künftige Bundesregierung muss hier die Regeln verschärfen”, fordert Hanna Simons. Konkret soll es ein Verkaufsverbot klassischer Böller und Raketen der Klasse F2 und ein Verwendungsverbot für Personen ohne Pyrotechnikausweis geben. Zudem braucht es ein ganzjähriges Verbot von Feuerwerken in der Nähe von Schutzgebieten, Gewässern sowie bekannten Brut- und Rastplätzen von Vögeln.
Feuerwerke belasten Umwelt und Gesundheit
Studien belegen die negativen Folgen von Böllern und Raketen auf Wildtier-Populationen, zum Beispiel beim Migrations- und Fortpflanzungsverhalten. Feuerwerke schaden zudem der Umwelt und uns Menschen – insbesondere durch erhöhte Luftschadstoffwerte durch Feinstaub, Schwefeldioxid und Metalle. Die freigesetzten Schadstoffe können sich auch im Boden und in Gewässern ablagern sowie von Pflanzen und Tieren aufgenommen werden. Diverse Reste der Feuerwerkshüllen bleiben abseits der Straßen oft als unsachgemäß entsorgter Müll in der Umwelt zurück, Plastikteile zersetzen sich zu Mikroplastik. Hinzu kommen immer wieder Brände, enorme Sachschäden sowie zahlreiche Polizei-, Rettungs- und Feuerwehreinsätze.
Zur WWF-Petition für ein “Silvester ohne Böller” geht’s hier.
Eine Analyse zu den Auswirkungen von Feuerwerken auf Natur und Umwelt finden Sie hier zum Download.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Renaturierungsprojekte auf über 67 Kilometern im „Amazonas Europas“
WWF-Bilanz zu fünf Jahren UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau: Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von über 67 Kilometern Flussabschnitten und Seitenarmen teils abgeschlossen oder in Umsetzung – Pläne für weitere 270 Flusskilometer liegen vor
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
Vor 8 Monaten wurden die Tiroler Bison-Kuh Ina und ihre Herde nach Aserbaidschan umgesiedelt. Und das Projekt zeigt Erfolge: Die Herde hat sich gut eingelebt und es wurde sogar bereits das erste Kalb geboren.
WWF: Vorarlberg schwächt Naturschutz und Rechtssicherheit
Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
WWF-Umfrage: Führungskräfte sehen ökologischen Umbau als Wettbewerbsvorteil
Europäische Führungskräfte befragt: 55 Prozent bewerten Folgen der EU-Deregulierung negativ oder gemischt – WWF fordert verlässliche Umweltpolitik statt Zick-Zack-Kurs
Namlosbach: WWF kritisiert irreführende Aussagen der E-Werke Reutte
Massiver Eingriff in geschützten Bach wird als ökologisch unbedenklich dargestellt – WWF kritisiert Schönfärberei und fordert Projektstopp
Artenschutzprojekt im Kaukasus erfolgreich: Herde mit Tiroler Bison-Kuh „Ina“ wächst
WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert
WWF zur UVP-Novelle: Umweltprüfung für Rechenzentren muss strenger werden
Aufnahme ins UVP-Gesetz positiver erster Schritt – WWF fordert niedrigere Schwellenwerte für UVP-Pflicht – In schutzwürdigen Gebieten ist geplanter Wert zehn Mal höher als ökologisch vertretbar










