Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
Umweltschutzorganisationen fordern beim Flusserlebnistag effektiven Schutz des Naturjuwels Isel
Reger Andrang beim Flusserlebnistag Isel – WWF und Naturschutzbund präsentierten vielfältiges Programm und fordern umfassenden Schutz des letzten naturnahen Gletscherflusssystems Österreichs
Aktuell bedrohen Kraftwerksprojekte alle Zubringer der Isel – darunter auch das umstrittene Kraftwerk Haslach-Kalserbach. Dabei kann jedes weitere Kraftwerk der Kipppunkt sein, der das wertvolle und einzigartige Gletscherflusssystem in seiner Vitalität zerstört. Sie gefährden wichtige Rückzugsorte für seltene und geschützte Arten, wie Flussuferläufer, Deutsche Tamariske, Gelbbauchunke, oder Äsche. „Naturjuwele wie die Osttiroler Gletscherflüsse sind die Aushängeschilder Österreichs. Die sensiblen Ökosysteme entlang von Wildflusslandschaften sind auf eine intakte Flussdynamik und ein durchgängiges Netzwerk aus Hauptfluss und kleineren Flüssen angewiesen“, erklärt Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes Österreich.
„Mit der Isel und ihren Zubringern haben wir in Osttirol bislang etwas bewahrt, was in anderen Regionen längst verloren ist“, sagt Reinhold Bacher, Naturschutzreferent der Alpenvereinssektion Matrei im Osttirol. „Dieses wertvolle Naturerbe steht durch die Kraftwerksprojekte auf dem Spiel. Wir wollen, dass auch unsere Kinder die Schönheit der Natur erleben können. Dafür braucht es einen umfassenden Schutz des Flusssystems.“
Beim Flusserlebnistag Isel konnten die Besucher*innen an verschiedenen Stationen anhand von Workshops, Führungen, Tier- und Pflanzenbeobachtungen mehr über das Tiroler Naturerbe Isel und die Osttiroler Gletscherflüsse erfahren. „Das Gletscherflusssystem der Isel ist alpenweit etwas ganz Besonderes – etwa aufgrund seiner ungestörten Dynamik, seiner ausgedehnten, frei passierbaren Fließstrecken und der typischen Lebensraumvielfalt, die sich beispielsweise im vitalen Vorkommen der Deutschen Tamariske zeigt. Deshalb ist diese einmalige Flusslandschaft einer der letzten Orte, an denen wir hautnah sehen, erleben und erforschen können, wie naturnahe, gletschergeprägte Alpenflüsse funktionieren“, so Susanne Muhar von der Universität für Bodenkultur.
Rückfragehinweis:
Valentin Ladstätter
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83488 257
valentin.ladstaetter@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen










